St.-Pauli-Coach Timo Schultz erwartet gegen Nürnberg "einen heißen Tanz"

Hamburg - Keine Zeit zum Durchatmen: Am Sonntag (13.30 Uhr) bekommt es der FC St. Pauli im Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg nicht nur mit dem Tabellenfünften, sondern auch mit der besten Defensive der Liga (erst zwölf Gegentore) zu tun.

St.-Pauli-Coach Timo Schultz (44) erwartet beim Duell mit dem 1. FC Nürnberg am Sonntag einen "heißen Tanz".
St.-Pauli-Coach Timo Schultz (44) erwartet beim Duell mit dem 1. FC Nürnberg am Sonntag einen "heißen Tanz".  © Christian Charisius/dpa

"Nürnberg spielt eine sehr stabile Runde, gehört zur Verfolgergruppe. Uns erwartet ein heißer Tanz", prognostizierte Coach Timo Schultz (44) auf der Pressekonferenz am Freitagmorgen. Seine Mannschaft gehe das Spiel jedoch "voller Optimismus" an, so der Übungsleiter.

Gegen den FCN, der, wie die Kiezkicker auch, mit einer Mittelfeldraute agiert, müsse sich sein Team "vielleicht ein bisschen was einfallen lassen", wie es darauf reagiere, erklärte der 44-Jährige.

Zum Abschluss der Englischen Woche seien in jedem Fall einige Wechsel in der Startelf denkbar. "Wenn wir schon die Möglichkeit haben, auf der ein oder anderen Position ein bisschen Frische reinzubringen, werden wir das auf jeden Fall machen", verdeutlichte Schultz.

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Auf die finale Anfangself habe sich das Trainerteam aber noch nicht festgelegt, erläuterte der Ex-Profi. Insbesondere der Platz neben Goalgetter Guido Burgstaller (32) im Angriff ist heißumkämpft.

Neben Sturmkante Simon Makienok (31), der beim 3:1 gegen den SV Sandhausen starten durfte und Youngster Igor Matanovic (18), der nach seiner Einwechslung eine starke Leistung zeigte, erheben auch Maximilian Dittgen (26) und Etienne Amenyido (23), der nach seiner Pause am Mittwoch vermutlich wieder zum Kader gehören wird, Ansprüche.

Kiezkicker wollen in Nürnberg die aktuelle Auswärtsschwäche bekämpfen

Grundsätzlich seien alle Akteure gut und ohne größere Blessuren aus dem Sandhausen-Spiel gekommen, gab Schultz zu Protokoll. Verzichten müsse er in Nürnberg aber weiterhin auf Jakov Medic (23), der sich beim 0:4 gegen den SV Darmstadt 98 einen Nasenbeinbruch zuzog.

Während die Braun-Weißen im heimischen Millerntor-Stadion eine weiße Weste vorweisen können (sieben Spiele/21 Punkte), wird es in der Partie gegen die Franken auch darum gehen, die aktuelle Auswärtsschwäche (sieben Spiele/acht Punkte) zu bekämpfen.

"Wir sind eigentlich auch auswärts sehr stabil, haben aber ab und zu mal etwas verschlafen in der Anfangsphase. Wir gehen das Spiel so an, dass wir es gewinnen wollen. Letztes Jahr haben wir in Nürnberg auch gut ausgesehen [2:1, Anm. d. Red.] und vielleicht können wir das wiederholen", ergänzte der Chefcoach abschließend.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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