St.-Pauli-Keeper Nikola Vasilj über Aufstiegschancen: "Wir machen uns keinen Druck"

Hamburg - In einer Medienrunde Ende September beklagte sich Keeper Nikola Vasilj (26) vom FC St. Pauli mit einem Augenzwinkern darüber, aufgrund der starken Leistungen seiner Vorderleute zu wenig zu tun zu haben.

St. Paulis Torwart Nikola Vasilj (26) hat in einer Medienrunde über die aktuelle Sieglos-Serie und die Aufstiegschancen der Kiezkicker gesprochen.
St. Paulis Torwart Nikola Vasilj (26) hat in einer Medienrunde über die aktuelle Sieglos-Serie und die Aufstiegschancen der Kiezkicker gesprochen.  © Frank Molter/dpa

Inzwischen sieht die Situation ein bisschen anders aus: In den vergangenen vier Ligaspielen kassierten die Kiezkicker zehn Gegentore, konnten zudem keine Partie für sich entscheiden (zwei Niederlagen/zwei Remis).

"Wir sind defensiv nicht so stabil wie zu Beginn der Saison. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber manchmal läuft es einfach gut, und manchmal dann wieder nicht so gut", erklärte der Schlussmann in einer erneuten Medienrunde am Mittwoch.

Es sei ihm zwar wichtig, zu null zu spielen, dass die Mannschaft gewinne, sei aber viel wichtiger. "Ich bin glücklicher über einen 4:3-Sieg als über ein 0:0", unterstrich der bosnische Nationaltorwart.

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Nur weil er aktuell mehr zu tun bekomme, ändere sich aber nichts an der wöchentlichen Arbeit. "Wir trainieren genauso wie schon zu Beginn der Saison", gab der 26-Jährige zu Protokoll.

Auch dass die Braun-Weißen zuletzt, wie gegen den HSV und Erzgebirge Aue, einige Standard-Gegentore bekamen, wollte der Keeper nicht überbewerten. "In der ersten Saisonhälfte haben wir das natürlich sehr gut verteidigt, aber unsere Gegner haben es jetzt auch sehr gut gemacht. Deswegen ist es nicht immer einfach für uns, sowas zu verhindern", erläuterte der Bosnier.

Nikola Vasilj freute sich wegen Pokal-Coup für Konkurrent Dennis Smarsch

Die FCSP-Keeper Nikola Vasilj (26, r.) und Dennis Smarsch (23, l.) sind zwar Konkurrenten, haben aber ein gutes Verhältnis zueinander.
Die FCSP-Keeper Nikola Vasilj (26, r.) und Dennis Smarsch (23, l.) sind zwar Konkurrenten, haben aber ein gutes Verhältnis zueinander.  © imago/eibner

Nichtsdestotrotz müsse das Team die Zeit in der Länderspielpause dafür nutzen, an der defensiven Stabilität und auch an der Konzentration zu arbeiten.

"Wir machen viele Video-Analysen. Es gibt in jedem Bereich unseres Spiels Raum für Verbesserung", verdeutlichte Vasilj.

Für den weiteren Saisonverlauf erwarte der Schlussmann ein enges Rennen: "Ich denke, es wird bis zum Ende ein Kampf um die vorderen Plätze. Wir machen uns aber keinen Druck", machte der Torhüter klar.

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Apropos Kampf: Den lieferte sich der 26-Jährige zu Beginn auch mit Dennis Smarsch (23). Während Vasilj in der Liga im Tor steht, kommt der 23-jährige Ersatzkeeper im DFB-Pokal zum Einsatz.

"Wir haben ein gutes Verhältnis. Er unterstützt mich bei jedem Spiel und ich ihn. Deswegen habe ich mich für ihn gefreut", erklärte Vasilj mit Blick auf den 2:1-Erfolg im Achtelfinale gegen Borussia Dortmund. Vielleicht kann sich der Bosnier demnächst ja auch wieder über einen Sieg in der Liga freuen.

Titelfoto: Frank Molter/dpa

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