St.-Pauli-Trainer bilanziert nach erster Saison-Pleite: "Am Ende hat es nicht gereicht"

Paderborn/Hamburg - Am Ende fehlte einfach die Kraft! Der FC St. Pauli kassierte beim SC Paderborn 07 mit dem 1:3 die erste Saison-Niederlage. Dabei lieferten die Kiezkicker einen aufopferungsvollen Kampf ab.

St.-Pauli-Trainer Timo Schultz (43) machte seiner Mannschaft trotz der Niederlage keinen Vorwurf.
St.-Pauli-Trainer Timo Schultz (43) machte seiner Mannschaft trotz der Niederlage keinen Vorwurf.  © David Inderlied/dpa

Denn Kapitän Philipp Ziereis (28) musste bereits in der sechsten Minute nach einer Notbremse mit Rot vom Platz.

"Ich denke, dass es zu wenig für eine Rote Karte und einen Elfmeter war", erklärte Innenverteidiger Jakov Medic (22), der in unmittelbarer Nähe des Tatorts stand.

Aus Sicht von Marcel Hartel (25) hatte das Spiel "direkt bitter angefangen".

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Hoffnung machte aber vor allem die Einstellung und Bereitschaft der Kiezkicker, auch wenn es dann schwer wurde, "in 85 Minuten Unterzahl zu bestehen", wie der Mittelfeldspieler erkannte.

Nach dem von Nikola Vasilj (25) gehaltenen Elfmeter verschaffte sich St. Pauli nach und nach etwas Luft und ging durch Guido Burgstaller (32) nach einer knappen halben Stunde schließlich auch in Führung.

Anschließend schafften es die Braun-Weißen den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten. "Das Gegentor vor der Halbzeit war kein Genickbruch, aber ärgerlich", urteilte Trainer Timo Schultz (43), der seiner Mannschaft dennoch einen großen Kampf attestierte. "Von der Einstellung her kann ich meinen Jungs überhaupt keinen Vorwurf machen."

Mit dem Ausgleich im Gepäck versuchten die Kiezkicker in der Halbzeit, neue Kräfte für die zweiten, schweren 45 Minuten zu sammeln. "Bei dem Wetter, einem Gegner, der permanent drückt, viele Spielverlagerungen spielt", beschrieb "Schulle" das Vorgehen.

St.-Pauli-Spieler richten Blick nach Niederlage schon wieder nach vorne

Innenverteidiger Jakov Medic (22, rechts) konnte beim zwischenzeitlichen Ausgleich nur zusehen, wie Adam Dzwigala (25, Mitte) den Ball ins eigene Tor köpfte.
Innenverteidiger Jakov Medic (22, rechts) konnte beim zwischenzeitlichen Ausgleich nur zusehen, wie Adam Dzwigala (25, Mitte) den Ball ins eigene Tor köpfte.  © David Inderlied/dpa

Und die Pause schien ihnen geholfen zu haben. Kurz nach Wiederanpfiff hatte Daniel-Kofi Kyereh (26) die Riesenchance zum 2:1, scheiterte jedoch am starken Jannik Huth (27).

"Es wäre einiges mehr drin gewesen, wenn wir ein Tor schießen", monierte Trainer Schultz. Mittelfeldakteur Hartel, der nach seiner Verpflichtung das zweite Mal in der Startelf stand, meinte: "Wir hatten zwei riesen Dinger und wer weiß, wie das Spiel ausgeht, wenn wir ein Ding machen."

Doch dann kam es ja schon fast, wie es kommen musste. Paderborn ging durch einen Treffer in der 65. Minute von Kai Pröger in Führung.

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St. Pauli mobilisierte noch einmal alle Kräfte. "Wir hatten vier, fünf klare Chancen, da müssen wir eine machen", ärgerte sich Schultz. "Wir haben alles investiert, am Ende hat es nicht gereicht."

Wie der Trainer richteten auch die Spieler sofort wieder den Blick nach vorne. "Wir müssen das Spiel abhaken und uns auf das nächste Spiel fokussieren", sagte Medic.

Und die kommende Partie wird nicht einfach. Zu Gast ist am kommenden Sonntag (29. August, 13.30 Uhr) der noch ungeschlagene Überraschungs-Spitzenreiter Jahn Regensburg.

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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