St.-Pauli-Trainer Schultz fordert nach erneuter Nullnummer: "Müssen effektiver werden"

Hamburg - Die nächste Null-Nummer! Nach der 0:2-Niederlage gegen Holstein Kiel vor rund einer Woche blieb der FC St. Pauli beim 0:2 gegen den dänischen Verein Silkeborg IF zum zweiten Mal in Folge ohne eigenen Treffer.

St.-Pauli-Trainer Timo Schultz (44) war über weite Strecken mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden.
St.-Pauli-Trainer Timo Schultz (44) war über weite Strecken mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden.  © Christian Charisius/dpa

Trainer Timo Schultz (44) wollte nach der erneuten Pleite aber nicht den Kopf in den Sand stecken und zog vielmehr ein positives Fazit aus der Partie.

"Es war insgesamt ein guter Test gegen Silkeborg und 60 Minuten lang ein richtig guter Auftritt unserer Mannschaft", zeigte er sich zumindest mit diesem Teil der Partie zufrieden.

Die Kiezkicker hätten wenig zugelassen und durch Igor Matanovic (19) sogar noch ein schönes Tor geschossen, das aufgrund einer Abseitsposition aber nicht zählte. "Darüber hinaus hatten wir drei, vier weitere richtig gute Chancen", erklärte Schulle weiter.

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Ähnlich positiv war auch Eric Smith (25) gestimmt. "Gerade, wenn ich die ersten 15, 20 Minuten von uns sehe", sagte der Schwede. "Da haben wir es in der Defensive gut gemacht." Silkeborg habe sich kaum Chancen herausspielen können.

In der zweiten Hälfte und nach vielen Wechsel ging - nicht nur bei St. Pauli - ein wenig der Spielrhythmus verloren. Am Ende standen bei den Braun-Weißen zahlreiche U23-Spieler auf dem Platz, die noch nie bei den Profis trainiert hatten.

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"Gegen eine Mannschaft, die nächste Saison vielleicht europäisch spielt, kann es hinten raus dann dünner werden", nahm Schultz die Jungspunde in Schutz. "Die Jungs haben es aber gut gemacht, sie haben sich dagegengestellt und spielerische Lösungen gesucht."

Im Vergleich zum Kiel-Spiel, da waren sich der Trainer und Smith einig, sei es ein Schritt nach vorn gewesen, dennoch gäbe es einiges zu verbessern. "Unterm Strich steht, dass wir wieder kein Tor geschossen haben." Dabei hatten die Kiezkicker einige aussichtsreiche Möglichkeiten. "Wir müssen vorne effektiver werden", forderte Schultz und erklärte: "Daran werden wir im Trainingslager arbeiten, da müssen wir die Frische in die Beine und den Kopf bekommen."

Die Abgänge von Guido Burgstaller (32, zu Rapid Wien) und Daniel-Kofi Kyereh (26, zum SC Freiburg) wiegen wie erwartet schwer. Vielleicht klappt es mit dem ersten Treffer dann im Testspiel am 9. Juli gegen ein kroatisches Team.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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