St.-Pauli-Trainer Schultz vor Duell mit Angstgegner Hannover 96 mit klarer Forderung

Hamburg - Der nächste Dreier soll her! Der FC St. Pauli gastiert am Samstagabend (20.30 Uhr) im Zweitliga-Topspiel bei Hannover 96.

Trainer Timo Schultz (44) will gegen Hannover 96 den nächsten Sieg einfahren.
Trainer Timo Schultz (44) will gegen Hannover 96 den nächsten Sieg einfahren.  © Michael Schwartz/dpa

Einem Gegner, gegen den die Kiezkicker zuletzt nicht gut aussahen - es setzte drei Niederlagen am Stück.

"Das Rückspiel mit den zwei verschossenen Elfmetern war schon kurios", erinnerte sich Trainer Timo Schultz (44) nur ungern an die vergangene Saison zurück. "Da hätten wir noch eine Stunde spielen können und hätten kein Tor geschossen."

Viel lieber als an die zurückliegenden Spiele erinnerte sich der 44-Jährige an das erste Duell zwischen den beiden Teams. Denn das gewann St. Pauli durch einen Last-Minute-Treffer von Igor Matanovic mit 3:2. "Da haben wir den Bock umgestoßen", blickte Schultz den Startschuss auf eine atemberaubende Rückrunde zurück.

FC St. Pauli: Bayern-Ehrenpräsident Hoeneß fiebert vor dem Fernseher mit
FC St. Pauli FC St. Pauli: Bayern-Ehrenpräsident Hoeneß fiebert vor dem Fernseher mit

Doch diese Zeiten seien nun vorbei. Bei 96 habe sich viel getan. Mit Stefan Leitl (44) steht bei den Roten ein neuer Trainer an der Seitenlinie, zudem wurde der Kader massiv umstrukturiert und verstärkt. "Es ist ein kleiner Vorteil, gegen sie am zweiten Spieltag zu spielen", war sich Schultz bewusst.

Marcel Beifus nach Rot-Sperre wieder spielberechtigt

Marcel Beifus (19, vorne) ist nach seiner Roten Karte aus der vergangenen Saison wieder spielberechtigt.
Marcel Beifus (19, vorne) ist nach seiner Roten Karte aus der vergangenen Saison wieder spielberechtigt.  © David Inderlied/dpa

Er glaube, je mehr die Mannschaft Zeit habe, sich einzuspielen, desto schwerer werde es, sie zu schlagen. "Die haben richtig Qualität, auch auf der Bank."

Dennoch ist das Ziel der Reise in die niedersächsische Landeshauptstadt eindeutig. "Drei Punkte, ganz klar!", sagte Schultz. "Es ist ein 50:50-Spiel. Wir wollen mit einer guten Leistung das Spiel auf unsere Seite ziehen."

Auch wenn die Kiezkicker gegen Nürnberg ein gutes Spiel abgeliefert haben, gefiel dem Trainer nicht alles. "Wir haben uns in der zweiten Halbzeit zu wenige klare Chancen herausgespielt, und Nürnberg ist viel zu einfach zu Chancen gekommen", blickte er noch einmal zurück.

Ex-St.-Pauli-Stürmer Diamantakos läuft in Indien wieder zu großer Form auf
FC St. Pauli Ex-St.-Pauli-Stürmer Diamantakos läuft in Indien wieder zu großer Form auf

Damit das gegen 96 nicht passiert, strebt der Trainer auch den einen oder anderen Wechsel an. "Es gab vor dem Nürnberg-Spiel schon zwei oder drei Positionen, die umkämpft waren. Jetzt gucken wir, was zu Hannover passt und wer sich aufdrängt."

Während Marcel Beifus (19) nach seiner Rot-Sperre aus der vergangenen Saison wieder spielberechtigt ist, müssen David Nemeth (21) und Etienne Amenyido (24) weiter pausieren. Schultz hofft aber, dass sie in der kommenden Woche wieder mit dem Balltraining beginnen können.

Titelfoto: Michael Schwartz/dpa

Mehr zum Thema FC St. Pauli: