St.-Pauli-Trainer Schultz zählt nach "wilder Halbzeit" sein Team an

Hamburg/Herzlake - Zwei Spiele, zwei Siege, 6:0 Tore! Die Testspiel-Bilanz des FC St. Pauli kann sich sehen lassen.

Timo Schultz (43), Trainer des FC St. Pauli, war mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden. (Archivbild)
Timo Schultz (43), Trainer des FC St. Pauli, war mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden. (Archivbild)  © Carmen Jaspersen/dpa

Dem 2:0-Auftakterfolg gegen Liga-Konkurrent Hannover 96 folgte am Mittwochabend ein 4:0-Sieg gegen den Oberligisten Blau-Weiß Lohne.

"In der ersten Halbzeit haben wir eine ordentliche Dominanz und auch Spielfreude ausgestrahlt", sagte Trainer Timo Schultz (43). "Wir haben uns einige Chancen erspielt, diese aber nicht verwertet."

Erst in der 42. Minute fiel der erlösende Führungstreffer durch Guido Burgstaller (32).

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"Nach hinten haben wir eigentlich nichts zugelassen, wir standen immer in Überzahl und haben uns gegenseitig abgesichert", bilanzierte Schultz.

Seinen Wunsch, weniger Gegentore zu kassieren, scheint seine Mannschaft erhört zu haben. Auch wenn Lohne in den zweiten 45 Minuten einige Male kurz davor war.

"In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel wild, da waren zu viele technische Fehler dabei", erkannte der 43-Jährige. "Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn Lohne in der zweiten Hälfte ein Tor gemacht hätte."

Timo Schultz testet in der Offensive verschiedene Varianten

Simon Makienok (30) trug sich erneut in die Torschützenliste ein. (Archivbild)
Simon Makienok (30) trug sich erneut in die Torschützenliste ein. (Archivbild)  © Axel Heimken/dpa

Schultz begründete dies zwar teilweise mit den drei Einheiten am Vortag des Spiels sowie einem Training am Morgen der Partie. Aber: "Ich kann in 45 Minuten aber schon erwarten, dass es besser funktioniert."

Dennoch hat seine Mannschaft in der Offensive bereits ungeahnte Qualitäten gezeigt. Trotz der wilden Halbzeit "haben wir noch drei Tore erzielt", bewunderte Schultz sein Team.

Im Angriff probierte der Trainer wieder einmal eine andere Variante aus. Gegen Lohne harmonierten in der zweiten Hälfte die eingewechselten Simon Makienok (30) und Maximilian Dittgen (26). Beide erzielten je einen Treffer.

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"Wir wollen für alle Eventualitäten gewappnet sein. Deshalb sollen gerade die Stürmer, die alle unterschiedliche Qualitäten haben, ein Gefühl füreinander entwickeln", sagte Schultz.

Neben dem erneuten Zu-Null-Spiel dürften ihn daher auch die drei Stürmertore gefreut haben.

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa

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