St.-Pauli-Trainer Timo Schultz zufrieden: "Die 1. Halbzeit haben wir gut Fußball gespielt"

Hamburg - Das war ordentlich! Der FC St. Pauli ist nach dem 2:2-Unentschieden gegen Hertha BSC Berlin ungeschlagen durch die Saisonvorbereitung gekommen.

Timo Schultz (43), Trainer des FC St. Pauli war vor allem mit der ersten Halbzeit zufrieden. (Archivbild)
Timo Schultz (43), Trainer des FC St. Pauli war vor allem mit der ersten Halbzeit zufrieden. (Archivbild)  © Daniel Reinhardt/dpa

Nach zwei Siegen gegen Liga-Konkurrent Hannover 96 und den Oberligisten BW Lohne folgten zwei Remis gegen Odense BK und eben Hertha BSC.

Gegen den Erstligisten wussten die Kiezkicker vor allem in den ersten 45 Minuten zu überzeugen. "Positiv ist die 1. Halbzeit", erklärte Trainer Timo Schultz (43) nach der Partie. "Wir haben gut Fußball gespielt."

Bis auf einen Schuss von Suat Serdar nach einem Abstimmungsfehler ließ die Defensive kaum etwas zu.

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Umso ärgerlich war der zwischenzeitliche Ausgleich nach einer Ecke. "Das haben wir gestern noch trainiert", monierte Schultz, der sich die Szene noch einmal genauer anschauen wollte.

Ansonsten sei die 2:1-Führung durch die Tore von Daniel-Kofi Kyereh (25) und Simon Makienok (30), der in jedem der vier Testspiele traf, verdient.

Doch wie es bei Testspielen so ist, wechseln beide Trainer ab einem gewissen Zeitpunkt munter durch. "Mit jeder Auswechslung wurde es unstrukturierter", gab der St.-Pauli-Trainer zu. "Zum Ende raus haben Power und Klarheit im Spiel gegen den Ball gefehlt."

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Angreifer Simon Makienok (30) traf in jedem der vier Vorbereitungsspiele. (Archivbild)
Angreifer Simon Makienok (30) traf in jedem der vier Vorbereitungsspiele. (Archivbild)  © Axel Heimken/dpa

Wie schon im Spiel gegen Odense standen am Ende der Partie auch wieder zwei Gegentore. "Eins nach einer Ecke, eins nach einem fulminanten Schuss", wusste der 43-Jährige, der dennoch klarstellte: "Wir haben dran gearbeitet und in der defensiven Struktur und Arbeit gegen den Ball einen Schritt gemacht."

Schultz sei sich aber im Klaren, dass er und auch die Mannschaft die Baustellen, an denen gearbeitet werden muss, kennen. "Das sind mannschaftstaktische Sachen, manchmal auch individuelle Sachen", sagte er.

Gegen Berlin überraschte der Trainer vor allem mit Makienok und Guido Burgstaller (32) gemeinsam im Sturm. "Es war eine Bauchentscheidung", gab er zu. Beide seien aber eher Zielspieler, sodass dem Team in der Offensive das Tempo fehlte. Daher agierte es viel mit Chipbällen.

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"Mit Raute ist es schwer permanent zu flanken, die Außenverteidiger müssten noch höher schieben", erklärte der Ex-Profi. Doch Hertha überraschte mit ihrer Dreierkette. "Sie sind nicht verkehrt, wenn sie zu lang sind. Beide Spieler können den Ball gut festmachen."

Doch vor allem in der ersten Halbzeit habe man gesehen, dass viele Spieler auf dem Platz gestanden hätten, die "kicken wollen". "Ein Mix wäre gut", sagte Schultz mit einem Schmunzeln.

Bis zum ersten Saisonspiel gegen Holstein Kiel am 25. Juli (13.30 Uhr) bleibt dem Team noch ein wenig Zeit, genau das zu trainieren.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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