St.-Pauli-Youngster Wieckhoff wieder bei 100 Prozent: "Kann nur meine Leistung beeinflussen"

Hamburg - Nach monatelanger Pause ist Jannes Wieckhoff (21) endlich wieder zurück! In den beiden vergangenen Saisonspielen des FC St. Pauli konnte der Rechtsverteidiger sein Können bereits wieder unter Beweis stellen und profitierte dabei vom Verletzungspech seiner Mitspieler.

Jannes Wieckhoff (21) überzeugt beim FC St. Pauli mit seinem Offensivdrang.
Jannes Wieckhoff (21) überzeugt beim FC St. Pauli mit seinem Offensivdrang.  © IMAGO/Oliver Ruhnke

Beim Heimspiel gegen Jahn Regensburg (3:0) wurde der gebürtige Schenefelder ins kalte Wasser, obwohl ihm Trainer Timo Schultz (44) gerne doch die Länderspielpause gegönnt hätte.

Wieckhoff überzeugte. "Wir haben verdient gewonnen", sagte er rückblickend auf die Partie gegen den Tabellenführer. "Persönlich war ich zufrieden."

Gleiches galt auch für seine Leistung bei der 0:1-Niederlage bei Hannover 96. "Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht", erklärte der 21-Jährige. "Durch viele Ballverluste und Konter im Zentrum haben wir Hannover ins Spiel gebracht."

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Doch durch seine beiden Einsätze hat sich Wieckhoff in Stellung gebracht. Im Dreikampf mit Sebastian Ohlsson (28) und Luca Zander (26) hat er nun ein wenig die Nase vorn.

"Ich kann nur meine Leistung auf dem Platz beeinflussen", gab er sich bescheiden. Seine Stärke sieht er vor allem in der Offensive. "Vom Spielertyp her bin ich ein offensiv denkender Außenverteidiger."

Denn Wieckhoff weiß, wie schnell es gehen kann. Nach einem Raketenstart in der vergangenen Saison verletzte sich der 21-Jährige und fiel für lange Zeit aus. "Das war ärgerlich für mich", gab er zu.

Jannes Wieckhoff profitiert vom Vertrauen des Trainers

Der 21-jährige Rechtsverteidiger schaffte in der vergangenen Saison den Sprung zu den Profis.
Der 21-jährige Rechtsverteidiger schaffte in der vergangenen Saison den Sprung zu den Profis.  © Carmen Jaspersen/dpa

Die Fußverletzung, wie er sie nur nannte, zog sich länger hin als gedacht. "Ich habe versucht den Kopf nicht hängenzulassen", sagte er. "Es gab auch keine andere Option."

Dabei war der Rechtsfuß schnell in der Reha dabei. Anschließend habe er viel Zeit im Kraftraum und auf dem Rad verbracht, um "körperlich zuzulegen". Unterstützung erhielt er dabei von seiner Familie und seinen engsten Freunden.

Wichtig war auch allerdings auch das Vertrauen von Trainer Schultz, mit dem Wieckhoff schon einige Jahre zuvor zusammenarbeitete. "Wir kennen uns einen Tick besser, auch persönlich", beschrieb er das Verhältnis. "Ich weiß, was er für ein Trainer ist und was er von der Mannschaft und mir verlangt."

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Dadurch sei auch sein Selbstbewusstsein gestiegen, wie der Rechtsverteidiger, der seit 2012 bei den Kiezkickern ist, verriet. Schultz selbst sagte bereits nach dem Regensburg-Spiel: "Wir sind überzeugt von ihm, deswegen ist er auch dabei."

Im kommenden Heimspiel gegen den FC Ingolstadt hat Wieckhoff wieder gute Chancen in der Startelf zu stehen. "Wir müssen ab Minute eins Gas geben", gab er die Marschrichtung vor. "Wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen, bin ich überzeugt, dass wir die drei Punkte holen."

Wichtig dabei wird auch die Unterstützung der Fans sein. Immerhin dürfen nach neuesten Regelungen knapp 15.000 Zuschauer ins Millerntor. "Das pusht einen. Es ist schon ein cooles Gefühl, wenn sie 90 Minuten durch singen", erklärte Wieckhoff, der aber noch nie vor ausverkauftem Haus spielte.

Titelfoto: IMAGO/Oliver Ruhnke

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