St.-Paulis Johannes Eggestein nach Doppelpack rundum glücklich: "Besser geht es nicht"

Hamburg - Er war der Sieggarant! Mit seinem frühen Doppelpack brachte Johannes Eggestein (24) den FC St. Pauli beim 3:0 (2:0) über den 1. FC Magdeburg bereits nach einer Viertelstunde in die Erfolgsspur.

St.-Pauli-Stürmer Johannes Eggestein (24) jubelt über einen seiner beiden Treffer gegen den 1. FC Magdeburg.
St.-Pauli-Stürmer Johannes Eggestein (24) jubelt über einen seiner beiden Treffer gegen den 1. FC Magdeburg.  © IMAGO / Nordphoto

Dabei hätte der Angreifer bereits nach 18 Sekunden zur Führung treffen können. Doch FCM-Keeper Dominik Reimann (25) konnte diesen Abschluss noch abwehren.

Anschließend war er aber zweimal machtlos. Erst vollendete Eggestein eine feine Kombination mit links ins lange Eck (3. Minute), anschließend köpfte er eine Saliakas-Flanke ins Tor (14.).

"Ich freue mich über die zwei Tore und den Sieg", zeigte sich der Doppel-Torschütze nach der Partie zufrieden. "Wir haben den Gegner gut analysiert und uns gut vorbereitet. Mit den Fans im Rücken ist es auch einfacher."

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Dabei hätte er in der ersten Halbzeit noch gut und gerne einen dritten Treffer nachlegen können. Während der 24-Jährige in der 30. Minute noch an der Latte gescheitert war, fehlten ihm drei Zeigerumdrehungen und wenige Zentimeter, um an eine erneute Saliakas-Flanke zu kommen. "Ich habe in Österreich mal einen Doppelpack erzielt", erinnerte sich der langjährige Bremen-Stürmer zurück.

Warum er ausgerechnet gegen Magdeburg zwei Treffer erzielte, wusste er selbst nicht so ganz. "Manchmal passt der Gegner besser. Magdeburg war ein bisschen offener", beschrieb Eggestein den Gegner. Im Gegensatz zur Vorwoche waren die Abwehrspieler nicht ganz so nah dran und auch keine "Ochsen", wie er sie nannte.

Johannes Eggestein belohnt sich gegen den 1. FC Magdeburg für seinen extremen Aufwand

Der 24-Jährige setzte sich am Sonntag auch in den Luftduellen durch, wie hier gegen Andreas Müller.
Der 24-Jährige setzte sich am Sonntag auch in den Luftduellen durch, wie hier gegen Andreas Müller.  © Christian Charisius/dpa

Nach der Pause geriet der am Ende klare Erfolg noch einmal kurz in Gefahr, als der Drittliga-Meister der Vorsaison zweimal am Aluminium scheiterte. "Wir haben gegen Nürnberg gesehen, dass, wenn der Gegner noch mal ein Tor macht, es eklig werden kann", erklärte der Angreifer.

Doch so weit kam es ja zum Glück nicht. Stattdessen legte St. Pauli nach 77 Minuten durch Marcel Hartel (26) nach. "Das dritte Tor war sehr wichtig, um die Ruhe reinzubekommen und das Spiel zu Ende zu spielen", wusste Eggestein.

Am Ende war der Doppel-Torschütze einfach nur froh über den zweiten Dreier der Saison. "Es war sehr wichtig, heute wieder die drei Punkte im Heimspiel mitzunehmen. Wir haben 3:0 gewonnen, ich habe zwei Tore gemacht, besser geht es nicht."

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So sah es am Ende auch sein Trainer. "Es freut mich für Jojo. Er hat wieder einen extremen Aufwand betrieben", fand Timo Schultz (44) lobende Worte. "Er hat immer wieder seine Chancen, manchmal fehlte ihm das Glück."

Am Sonntag sei es anders gewesen, bei beiden Treffern war der Torwart dran, doch beide Male fand der Ball seinen Weg ins Tor. "Als Trainer bin ich immer zufrieden, wenn ein Stürmer zwei Tore macht." Dennoch wusste Schultz auch, dass Eggestein durchaus ein drittes hätte nachlegen können. "Da herrscht noch Verbesserungsbedarf", sagte er mit einem Augenzwinkern.

Vielleicht hat sich der 24-Jährige dieses Tor aber nur für das nächste Spiel beim Erzrivalen Hansa Rostock am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) aufgehoben.

Titelfoto: IMAGO / Nordphoto

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