FC St. Pauli bangt um Leart Paqarada: Das sind die Alternativen

Hamburg - Die Sorgen sind groß! Vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Hansa Rostock (13.30 Uhr) und der Knallerwoche mit drei Partien in sechs Tagen droht dem FC St. Pauli der Ausfall von Linksverteidiger Leart Paqarada (27).

St. Paulis Leart Paqarada (27, rechts), hier im Zweikampf mit Karlsruhes Kyoung-rok Choi, droht für das kommende Spiel auszufallen.
St. Paulis Leart Paqarada (27, rechts), hier im Zweikampf mit Karlsruhes Kyoung-rok Choi, droht für das kommende Spiel auszufallen.  © Uli Deck/dpa

Im Mittwochtraining setzte sich der Leistungsträger plötzlich während einer Übung hin und ließ einen Physio kommen. Ein bisschen Tasten hier, ein bisschen Tasten da, anschließend ein paar Bewegungen - nichts half.

Paqarada spürte immer noch etwas in seinem linken Knie. Mit gesenktem Kopf schlich er in die Kabine.

Bislang konnte der Zweitliga-Spitzenreiter die Ausfälle zahlreicher Spieler problemlos kompensieren. Aber auch den des 27-Jährigen?

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Gemeinsam mit den Offensiv-Akteuren Guido Burgstaller (32) und Daniel-Kofi Kyereh (25) gehört er zu jenen Spielern, die im Kader von Timo Schultz (44) unersetzbar scheinen.

Auch, weil auf keiner Position die Diskrepanz zwischen Stamm- und Ersatzspieler so groß ist, wie links hinten.

Positionsgetreu hätte Lars Ritzka (23) bei einem Ausfall Paqaradas die größten Chancen auf einen Einsatz. Doch ist der Neuzugang des SC Verl auch schon so weit?

Alternative Lars Ritzka fehlen die Einsatzminuten

Lars Ritzka (23, vorne), hier noch im Trikot des SC Verl, könnte sein Startelf-Debüt für die Kiezkicker feiern.
Lars Ritzka (23, vorne), hier noch im Trikot des SC Verl, könnte sein Startelf-Debüt für die Kiezkicker feiern.  © Friso Gentsch/dpa

Bislang wurde der 23-Jährige erst dreimal eingewechselt, absolvierte lediglich zwölf Zweitliga-Minuten. Darüber hinaus verbuchte er in der Regionalliga zwei Einsätze über die volle Distanz.

Sollte er spielen, müssten sich die Kiezkicker umstellen. Denn Ritzkas Stärken liegen im körperlichen Bereich. Paqarada hingegen besticht durch eine gute Technik, starke Standards und seinen Vorwärtsdrang.

Trainer Schultz böten sich aber noch weitere Alternativen, wenn er nicht positionsgetreu wechseln wollen würde.

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So könnte auch die defensive Allzweckwaffe Adam Dzwigala (26) aushelfen oder Linksfuß James Lawrence (29), der auf seinen vorherigen Stationen ab und an den Linksverteidiger gab.

Eine mögliche Alternative wäre auch Sebastian Ohlsson (28), sollte er wieder so weit fit sein, dass der Coach ihm einen Einsatz von Beginn an zutraut.

Titelfoto: Uli Deck/dpa

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