St. Paulis Luca Zander verspricht vor dem Derby: "Wir haben alle richtig Bock!"

Hamburg - Die Vorfreude steigt! Am Freitag (18.30 Uhr) trifft der FC St. Pauli im Stadtderby auf den Hamburger SV.

Luca Zander (26, r.) jubelt mit Torschütze Daniel Kofi Kyereh (26, M.) und Rodrigo Zalazar (21) über das Siegtor im letzten Derby.
Luca Zander (26, r.) jubelt mit Torschütze Daniel Kofi Kyereh (26, M.) und Rodrigo Zalazar (21) über das Siegtor im letzten Derby.  © Christian Charisius/dpa-Pool/dpa

Mit Luca Zander (26) haben die Kiezkicker einen wahren HSV-Experten in ihren Reihen. Im Männerbereich hat der Rechtsverteidiger noch keine Partie gegen die Rothosen verloren.

Mit der Zweitvertretung vom SV Werder Bremen siegte der 26-Jährige in der Saison 2013/14 in der Regionalliga Nord zweimal (3:0 und 2:0).

Mit St. Pauli blieb er in der vergangenen Spielzeit ebenfalls ohne Niederlage (2:2 und 1:0). "Ich gehe immer mit der richtigen Einstellung in diese Spiele", verriet er an seinem 26. Geburtstag sein Erfolgsgeheimnis. "Ich werde alles auf dem Platz geben."

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Zwar stand Zander bei allen sechs Stadtderbys bei den Braun-Weißen unter Vertrag, dreimal fehlte er aber verletzt, einmal kam er gar nicht zum Einsatz.

Das wird sich am Freitag aber ändern. Der Rechtsverteidiger ist derzeit auf seiner Position ohne Konkurrenz. Sebastian Ohlsson (28) und Jannes Wieckhoff (21) befinden sich nach ihren Verletzungen nämlich erst in der Reha-Phase.

Beim letzten Duell wurde Zander eingewechselt und bereitet den Siegtreffer durch Daniel-Kofi Kyereh (26) vor. "Rodrigo (Zalazar, Anm. d. Red.) nimmt den Ball gut mit und spielt ihn hinter die Kette. Ich will ihn zurückspielen, er wird aber abgefälscht und Kofi haut ihn dann rein", erinnerte er sich zurück. "Das war ein geiles Gefühl."

St. Paulis Luca Zander hat den HSV aufmerksam verfolgt

Der Rechtsverteidiger geht mittlerweile in die fünfte Saison bei den Kiezkickern.
Der Rechtsverteidiger geht mittlerweile in die fünfte Saison bei den Kiezkickern.  © Uwe Anspach/dpa

Ein Gefühl, das er am Freitag gerne wiederholen würde. "Wir haben alle Bock, das merkt man in der Kabine", erklärte Zander vor dem mittlerweile siebten Derby. "Ich spüre nicht, dass das Kribbeln weniger wird", sagte er angesprochen auf die Routine des Hamburger Aufeinandertreffens.

Eine besondere Kulisse wird der parallel stattfindende Dom bieten. "Mit ihm nebenan ist das Wahnsinn. Wenn ich die Bilder von der einen Seite aus sehe, das sieht schon immer sehr, sehr geil aus", gestand er.

Den HSV hat er bislang aufmerksam verfolgt. "Ich finde sie spielen einen guten Ballbesitzfußball und finden gute Lösungen", erklärte Zander. "Aber man kann sie schlagen und wir werden alles daran setzen, das auch zu tun."

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Dabei dürfe man sich durch den vom HSV-Trainer Tim Walter (45) geprägten Stil durcheinander bringen lassen. "Das Spielen und Gehen, egal auf welcher Position, die ganzen Veränderungen, plötzlich hat man einen anderen Gegenspieler", beschrieb der 26-Jährigen den Fußball der Rothosen.

Der Kiezkicker selbst fühlt sich derzeit topfit. "Es war wichtig, dass ich die gesamte Vorbereitung mitmachen konnte", sagte er. "Ich habe oft kleinere Probleme gehabt. Daher war die oberste Prämisse, dass ich durchkomme." Nun könne er jede Woche Vollgas im Training geben und die Früchte der harten Arbeit ernten.

Auch wenn die Mannschaft am morgigen Dienstag freihat, wird er an seinem Geburtstag kein Vollgas geben. "Meine Familie kommt, wir gehen was essen." Hoffentlich haben Luca Zander, seine Familie und der FC St. Pauli am Freitag auch noch allen Grund zur Freude.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa-Pool/dpa

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