Stimmung am Millerntor: So sahen die Spieler des FC St. Pauli das Fan-Comeback

Hamburg - Für ein bisschen Gänsehaut hat es gereicht! 2500 Fans durften am Samstag den letzten Testkick ihres FC St. Pauli gegen den Erstligisten Hertha BSC Berlin (2:2) live im Stadion verfolgen.

2500 Fans verfolgten den Testkick vom FC St. Pauli gegen Hertha BSC Berlin am Millerntor.
2500 Fans verfolgten den Testkick vom FC St. Pauli gegen Hertha BSC Berlin am Millerntor.  © Imago/Matthias Koch

Auch wenn es nur ein Anfang war, es war ein guter. Fans und Mannschaft zeigten sich überglücklich über das gemeinsame Erlebnis.

Dabei war es ein komisches Gefühl, das Plätze auf der Haupttribüne und der Gegengeraden gefüllt waren - mit Abstand wohlgemerkt.

So war es kein Wunder, dass die Fans ihren Lieblingen zujubelten und sie bei jeder gelungenen Aktion feierten. Auch wenn die Masse mit 2500 Zuschauern überschaubar war, so haben diese doch für ordentlich Stimmung gesorgt.

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Und darüber zeigten sich auch die Protagonisten hocherfreut.

"Es war schön, mal wieder vor Fans zu spielen", sagte Kapitän Philipp Ziereis (28).

Mannschaftskollege und Stürmer Guido Burgstaller (32) gestand: "Beim Rauslaufen aus dem Spielertunnel hat man schon ein bisschen Gänsehaut bekommen." Und so ging es mit Sicherheit nicht nur dem Profi.

Der Österreicher legte noch nach: "Das hat jeder vermisst. Die Vorfreude ist groß, dass es mit dann halbwegs gefüllten Stadien endlich losgeht."

Spieler freuen sich über Reaktion von der Tribüne

St.-Pauli-Trainer Timo Schultz (43) war froh über die Zuschauer im Stadion.
St.-Pauli-Trainer Timo Schultz (43) war froh über die Zuschauer im Stadion.  © Carmen Jaspersen/dpa

Im ersten Heimspiel der Saison gegen Holstein Kiel am kommenden Sonntag (25. Juli, 13.30 Uhr) sind 8900 Zuschauer zugelassen - fast das Vierfache von dem, was am Samstag ins Millerntor durfte.

"Das hat schon wirklich Stadion-Atmosphäre", erklärte Trainer Timo Schultz (43). "Auch wenn es natürlich ein volles Millerntor nicht ersetzen kann."

Doch der 43-Jährige wusste auch, wie wichtig die Fans für seine Kicker seien. "Für sie ist das ein riesiger Mehrwert, überhaupt Reaktionen zu bekommen auf das, was im Stadion stattgefunden hat. Letztes Jahr war das eigentlich nur Präsident Oke Göttlich alleine oder ein paar Mitspieler."

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Gegen die Berliner sah das schon ganz anders aus. "Es war so ein "Roar" da, bei den Ecken war sofort Stimmung auf dem Platz, bei einer Grätsche von Afeez Aremu ist sofort ein Raunen durchs Publikum gegangen", beschrieb Schultz die Szenerie.

Gegen Holstein Kiel wird das Ganze noch einmal eine andere Hausnummer und Lautstärke erreichen.

Titelfoto: Imago/Matthias Koch

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