Talent Wieckhoff drängt sich auf! Trainer Schultz hinten rechts mit Luxus-Problem

Hamburg - Es war schon etwas kurios! Obwohl der FC St. Pauli drei gelernte Rechtsverteidiger im Kader hat, musste Trainer Timo Schultz (44) in dieser Saison bereits improvisieren.

Kämpfen um den Platz auf der Rechtsverteidiger-Position: Luca Zander (26, v. l. n. r.), Sebastian Ohlsson (28) und Jannes Wieckhoff
Kämpfen um den Platz auf der Rechtsverteidiger-Position: Luca Zander (26, v. l. n. r.), Sebastian Ohlsson (28) und Jannes Wieckhoff  © Fotomontage: Carmen Jaspersen/dpa, Swen Pförtner/dpa, IMAGO / Oliver Ruhnke

Bei der 1:3-Niederlage beim SC Paderborn musste Adam Dzwigala (25) hinten rechts aushelfen. Denn zu den sich noch im Aufbautraining befindlichen Sebastian Ohlsson (28) und Jannes Wieckhoff (21) gesellte sich auch noch Luca Zander (26), der verletzt ausfiel.

Gegen Spitzenreiter Jahn Regensburg (2:0) lichtete sich das Lazarett schon wieder ein wenig. Sowohl Ohlsson als auch Wieckhoff waren wieder voll im Training drin.

Dennoch musste "Schulle" entscheiden, ob es bei einem der beiden Spieler für einen Einsatz reichen würde. "Wir haben genug Optionen und werden eine gute Lösung finden, auch wenn nicht alle zu 100 Prozent im Saft sind oder es nicht die 1A-Position ist", hatte er vor der Partie gesagt.

St.-Pauli-Trainer Timo Schultz ärgert sich trotz 4:1-Sieg: "Das war völlig unnötig!"
FC St. Pauli St.-Pauli-Trainer Timo Schultz ärgert sich trotz 4:1-Sieg: "Das war völlig unnötig!"

Und so fiel die Wahl am Ende auf Jannes Wieckhoff. "Wir sind überzeugt von ihm, deswegen ist er auch dabei", erklärte der Trainer.

Der 21-jährige Außenverteidiger hatte sich im ersten Testspiel der Saison bei Hannover 96 verletzt und kam jetzt erst zu seinem Saison-Debüt. "Es war ärgerlich für ihn gewesen, dass er mit dem Hannover-Spiel raus war", bilanzierte Schultz. "Jetzt hat er die Chance bekommen." Und diese nutzte er!

Ohlsson, Zander und Wieckhoff bringen unterschiedliche Qualitäten mit

Trainer Timo Schultz (45) hat bei dem Konkurrenzkampf gut lachen.
Trainer Timo Schultz (45) hat bei dem Konkurrenzkampf gut lachen.  © Christian Charisius/dpa-Pool/dpa

In den 68 Minuten, die Wieckhoff auf dem Platz stand, lief er die Linie rauf und runter und hielt seine Seite sauber. Ein starkes Debüt!

Sein Trainer wusste aber auch, dass sein Spieler "noch im Fitnessbereich deutlich zulegen" müsse nach der langen Pause.

Wie gut, dass jetzt die zweiwöchige Länderspielpause vor der Tür steht. Danach, so Schultz, "werden wir wieder genügend Alternativen zur Verfügung haben".

Fußball-Spruch des Jahres: Das sagt St.-Pauli-Coach Schultz zu seiner Nominierung
FC St. Pauli Fußball-Spruch des Jahres: Das sagt St.-Pauli-Coach Schultz zu seiner Nominierung

Bedeutet: Künftig kämpft ein Trio um den Platz rechts hinten bei den Kiezkickern. "Aus meiner Sicht war es schon immer ein Dreikampf", stellte der Trainer nach der Regensburg-Partie klar. Denn jeder der drei Spieler habe seine eigenen Stärken.

"Luca ist ein sehr, sehr kompletter Spieler", beschrieb er Zander. "Mit Stärken in der Luft, aber auch ein sehr, sehr guter Fußballer."

Ohlsson hingegen sei "natürlich ein brutaler Zweikämpfer". "Ich glaube, letztes Jahr war er ligaweit der beste Zeitkämpfer am Boden", erinnerte sich Schultz.

Wieckhoff habe hingegen seine "großen Stärken im letzten Drittel". Diese zeigte er auch schon wieder in Ansätzen gegen Regensburg. "Alle sind höchst unterschiedlich und können Ansprüche stellen." Wenn das Trio fit ist, hat Trainer Schultz also auf dieser Position die Qual der Wahl.

Titelfoto: Fotomontage: Carmen Jaspersen/dpa, Swen Pförtner/dpa, IMAGO / Oliver Ruhnke

Mehr zum Thema FC St. Pauli: