Torhütersuche beim FC St. Pauli: Diese Keeper könnten kommen

Hamburg - Die Suche läuft! Der FC St. Pauli ist nach der schweren Finger-Verletzung von Nikola Vasilj (26) und den durchwachsenen Leistungen von Dennis Smarsch (23) auf der Suche nach einem neuen Torwart.

Die eigentliche Nummer eins, Nikola Vasilj (26, links) fällt mit einer Finger-Verletzung wochenlang aus, Ersatzmann Dennis Smarsch (23) konnte bei seinen drei Einsätzen bislang nicht überzeugen.
Die eigentliche Nummer eins, Nikola Vasilj (26, links) fällt mit einer Finger-Verletzung wochenlang aus, Ersatzmann Dennis Smarsch (23) konnte bei seinen drei Einsätzen bislang nicht überzeugen.  © IMAGO / Lobeca

Laut dem Kicker suchen die Verantwortlichen einen Keeper, der eine Soforthilfe darstellt und direkt zwischen die Pfosten könne. "Es liegt auf der Hand, dass wir uns Gedanken darüber machen. Vom Zeitpunkt der Verletzung von Nikola Vasilj beschäftigen wir uns bereits mit diesem Thema", erklärte Sportchef Andreas Bornemann (50) dem Abendblatt.

Dennoch wolle er keine voreilige Entscheidung treffen. "Mindestens genauso entscheidend wie die Eindrücke von Dennis in den ersten drei Spielen ist die Prognose über die verbleibende Ausfallzeit von Nikola. Es wäre auch Dennis gegenüber nicht ganz fair, nach drei Spielen abschließend und final über ihn zu urteilen, da er noch keine 30 Partien auf diesem Niveau auf dem Kreuz hat", sprach der 50-Jährige der derzeitigen Nummer eins zumindest ein bisschen das Vertrauen aus.

Doch welche Keeper würden überhaupt in Frage kommen?

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Schaut man sich die Kader der Erstligisten an, könnten drei Torhüter in den Fokus der Kiezkicker geraten sein.

Prominente Namen auf der Liste der möglichen Torhüter

Der vereinslose Sascha Burchert (32) sowie Timo Horn (29, 1. FC Köln) und Finn Dahmen (24, FSV Mainz 05) könnten beim FC St. Pauli eine Rolle in den Überlegungen spielen.
Der vereinslose Sascha Burchert (32) sowie Timo Horn (29, 1. FC Köln) und Finn Dahmen (24, FSV Mainz 05) könnten beim FC St. Pauli eine Rolle in den Überlegungen spielen.  © Fotomontage: Marton Monus/dpa, Rolf Vennenbernd/dpa, Friso Gentsch/dpa

Zum einen wäre dies Marcel Lotka (20), der im Sommer von Hertha BSC Berlin zu Borussia Dortmund wechselte. Dort ist er hinter Gregor Kobel (24) und Alexander Meyer (31) die klare Nummer drei. Dazu kommt mit Luca Unbehaun (21) noch ein talentiertes BVB-Eigengewächs.

Lotka durfte in der vergangenen Saison zehn Spiele für die Alte Dame bestreiten, kassierte dabei 20 Gegentore. Er besitzt zwar Erstliga-Erfahrung, allerdings fehlt ihm aktuell die nötige Spielpraxis.

Diese fehlt auch Finn Dahmen (24) von Mainz 05. Der U21-Europameister kommt beim FSV nicht an Robin Zentner (27) vorbei und hat wenig bis gar keine Aussicht auf Spielpraxis. Das Problem in diesem Fall: Der Vertrag des 24-Jährigen läuft nur noch ein Jahr, eine Leihe ist daher nicht möglich.

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Gleiches gilt für Timo Horn (29) vom 1. FC Köln. Bei den Geißböcken ist der 29-Jährige "nur" der Pokal-Torwart und muss sich mit der Rolle hinter Marvin Schwäbe (27) begnügen. Aufgrund seiner Erfahrung sicherlich eine starke Verpflichtung, aufgrund seiner fehlenden Einsätze im letzten Jahr eher fraglich, ob er eine Sofort-Verstärkung darstellen würde.

Und dann wären da noch die vereinslosen Loris Karius (29), der sein letztes Spiel im Februar 2021 für Union Berlin bestritt und dabei nicht überzeugen konnte, und Sascha Burchert (32), der jahrelang den Kasten der SpVgg Greuther Fürth hütete. Zwar war der 32-Jährige am Ende der vergangenen Saison nur noch die Nummer zwei, aber er kennt die Liga und wäre auch mit Blick auf den Zweikampf mit Vasilj nicht chancenlos.

Titelfoto: Fotomontage: Marton Monus/dpa, Rolf Vennenbernd/dpa, Friso Gentsch/dpa

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