FC St. Pauli: Trainer Timo Schultz erwartet gegen Odense BK einen "echten Härtetest"

Hamburg - Der typische Hamburger Nieselregen konnte Timo Schultz (43) nichts anhaben. Gut gelaunt präsentierte sich der Trainer des FC St. Pauli am Freitag nach der Übungseinheit.

Timo Schultz (43), Trainer des FC St. Pauli, ist mit der bisherigen Saisonvorbereitung seiner Mannschaft zufrieden. (Archivbild)
Timo Schultz (43), Trainer des FC St. Pauli, ist mit der bisherigen Saisonvorbereitung seiner Mannschaft zufrieden. (Archivbild)  © Daniel Reinhardt/dpa

Seit Donnerstag ist die Mannschaft wieder zurück an der Kollaustraße. Einen Tag vor dem Test gegen den dänischen Verein Odense BK stand vor allem das Anlaufverhalten im Fokus.

"Was wir wollen, war den Spielern vorher schon klar. Wir haben das für morgen nochmal verfeinert", sagte Schultz, der aber auch wusste: "Das Training ist das eine, das Spiel das andere."

Die Begegnung gegen den Vorjahres-Achten der Superliga wird für die Kiezkicker laut dem 43-Jährigen zum Härtetest. "Die sind eine Woche weiter als wir", warnte er.

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Dennoch will der gebürtige Wittmunder eine schlagkräftige und frische Mannschaft auf den Platz bringen. "Alle fitten Spieler werden zum Einsatz kommen", versprach Schultz. Im Tor legte er sich auf Nikola Vasilj (25) fest. Dennis Smarsch (22) darf dafür in einer Woche gegen seinen Ex-Klub Hertha BSC Berlin zwischen die Pfosten.

Fehlen wird hingegen Neuzugang Jackson Irvine (28). Der Australier hat eine dreiwöchige Pause hinter sich. "Damit tust du ihm und auch der Mannschaft keinen Gefallen", erklärte Schultz. "Er muss drei Wochen Rückstand aufholen. Wir gucken Tag für Tag, dass wir ihn fit kriegen."

Gut zwei Wochen vor dem Saisonstart wird es für die Kiezkicker so langsam ernst. Das Testspiel ist für Schultz eine Mischung aus "Ausprobieren und Startelf". Der 43-Jährige will genauer hinschauen. "Wer harmoniert mit wem, wer braucht mehr als 45 Minuten", schaute er bereits ein wenig voraus. "Man überlegt schon mehr."

Trainer Schultz sieht im Zweikampfverhalten noch viel Luft nach oben

Der Abgang von Rodrigo Zalazar (21) hinterließ eine große Lücke beim Kiezklub.
Der Abgang von Rodrigo Zalazar (21) hinterließ eine große Lücke beim Kiezklub.  © Uwe Anspach/dpa

Neben dem Test gegen Odense am Samstag bleibt dem Trainer sonst nur noch die Generalprobe am übernächsten Samstag gegen die Berliner. "Man kann auch Spieler auf anderen Positionen testen. Auf dem Niveau ist das sehr gut", wusste er. "Wir haben mehrere Spieler, die flexibel einsetzbar sind. Darauf basierend kann es Verschiebungen geben."

Im Großen und Ganzen steht das System mit den dazugehörigen Spielern auch. Die größte Lücke, die es in den kommenden Wochen noch zu schließen gilt, ist die von Rodrigo Zalazar, der nach seiner Leihe zurück zu Eintracht Frankfurt kehrte.

"Wir haben viele Optionen. Wir probieren was aus, gucken, welcher Spieler sich aufdrängt", verriet Schultz. Generell stehe zudem das Gerüst der Mannschaft. Man werde nur etwas machen, wenn "der Spieler uns sofort oder perspektivisch besser macht".

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Den größten Fokus legte der Übungsleiter bislang auf die Defensive. Denn laut Schultz lag hier "die größte Baustelle der vergangenen Saison". Auch wenn sich die Kiezkicker in beiden Testspielen schadlos hielten, sah er noch Potenzial. "Wir haben im individuellen Zweikampfverhalten noch Luft nach oben", stellte der ehemalige Profi klar.

Der Test am Samstag gegen Odense wird zeigen, wo der FC St. Pauli rund zwei Wochen vor dem Ligastart gegen Holstein Kiel steht.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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