Unter diesen Umständen könnte der FC St. Pauli Daniel-Kofi Kyereh vom Africa Cup abziehen

Hamburg/Doha - Gibt es eine vorzeitige Rückkehr? Der FC St. Pauli ist ohne seinen Offensiv-Star Daniel-Kofi Kyereh (25) ins Trainingslager ins spanische Benidorm gereist.

Daniel-Kofi Kyereh (25) wird dem FC St. Pauli in den kommenden Wochen fehlen.
Daniel-Kofi Kyereh (25) wird dem FC St. Pauli in den kommenden Wochen fehlen.  © David Inderlied/dpa

Während sich die Kiezkicker dort auf die noch ausstehenden 16 Zweitliga-Partien und das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Titelverteidiger Borussia Dortmund vorbereiten, weilt der 25-Jährige in Doha (Katar) bei der ghanaischen Nationalmannschaft.

Die "Black Stars" stimmen sich dort auf den am 9. Januar beginnenden Africa Cup in Kamerun vor, für den der Kiezkicker am Mittwochmittag offiziell auch nominiert worden ist.

Kyereh wird dadurch St. Pauli mindestens in den Partien gegen den FC Erzgebirge Aue (15. Januar), den BVB (18. Januar) und im Derby beim Hamburger SV (21. Januar) fehlen. Sollte Ghana sogar das Finale des kontinentalen Wettbewerbs erreichen, würde der Offensiv-Künstler auch noch die Partie gegen den SC Paderborn (5. Februar) verpassen.

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So ist zumindest der aktuelle Stand.

"So sehr ich mich für uns ärgere, weil wir ihn natürlich gerne in den tollen Spielen im Januar hier hätten, so sehr freue ich mich für ihn persönlich, weil es eine Ehre ist, das eigene Land, das Land der Eltern vertreten zu können", erklärte FCSP-Trainer Timo Schultz (44).

FC St. Pauli will die Situation neu bewerten, falls Kamerun als Virusvarianten-Gebiet ernannt wird

FCSP-Trainer Timo Schultz (44) bedauert das Fehlen seines Offensiv-Spielers.
FCSP-Trainer Timo Schultz (44) bedauert das Fehlen seines Offensiv-Spielers.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Er wusste aber auch, dass die Reise seines Profis mit Blick auf die aktuelle Corona-Entwicklung ein gewisses Risiko birgt. Dennoch blieb er gelassen. "Ich gehe erst mal davon aus, dass er uns nicht zur Verfügung steht", sagte "Schulle".

Ändern könnte sich dies allerdings, sobald Kamerun (derzeit Hochrisiko-Gebiet) als ein Virusvarianten-Gebiet angesehen werden würde.

Denn dann würde es für Kyereh bei seiner Rückkehr nach Deutschland eine Quarantäne-Pflicht geben. "Dann müsste man die Situation neu bewerten, aber davon gehe ich zurzeit nicht aus", erklärte Schultz.

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Andere Vereine, wie etwa Union Berlin im Fall von Taiwo Awoniyi (24, Nigeria) haben sich deutlich positioniert und eine Rückkehr binnen 48 Stunden angekündigt.

Ein Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen des afrikanischen Landes sind aber wenig besorgniserregend. Stand Dienstagabend waren insgesamt 109.367 Menschen infiziert, die Inzidenz lag bei 2,5. Wie sehr allerdings in Kamerun getestet wird, ist nicht bekannt.

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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