FC St. Pauli: Dittgen überzeugt bei Startelf-Einsatz, doch fast hätte er gefehlt

Hamburg - Damit war nicht unbedingt zu rechnen! St. Paulis Trainer Timo Schultz (43) überraschte beim Gastspiel bei Erzgebirge Aue mit Maximilian Dittgen (26) in der Startformation.

Maximilian Dittgen (26) stand gegen Aue das erste Mal in dieser Saison in der Startelf.
Maximilian Dittgen (26) stand gegen Aue das erste Mal in dieser Saison in der Startelf.  © IMAGO / Revierfoto

Dabei war lange Zeit unklar, ob der Offensiv-Spieler überhaupt die Reise mit antritt.

Denn der Profi-Kicker und seine Frau Anette (26) erwarten Nachwuchs. Die 26-Jährige ist in der 39. Woche schwanger, es kann jederzeit losgehen.

Doch Dittgen reiste schließlich mit ins Erzgebirge und durfte auch von Beginn an ran.

FC St. Pauli siegt im Stile einer Spitzenmannschaft: "Haben es als Team gut gelöst"
FC St. Pauli FC St. Pauli siegt im Stile einer Spitzenmannschaft: "Haben es als Team gut gelöst"

"Ich habe meiner Kleinen vorher gesagt, dass die sich ja Zeit lässt", erklärte der Angreifer mit einem Grinsen im Gesicht.

In der Kabine ging sein Blick direkt aufs Smartphone. "Alles ruhig. Mal gucken, wann es losgeht."

Am Montag war Dittgen zumindest beim Auslaufen der Kiezkicker dabei und musste die schlimme Verletzung von Mannschafskollege Lukas Daschner (23) mitansehen.

Bis zum nächsten Liga-Spiel und dem Derby gegen den HSV sind es noch rund zwei Wochen, dazwischen steht die Pokal-Partie beim Drittligisten 1. FC Magdeburg auf dem Plan.

Aber zurück zum Spiel gegen Aue. Da durfte Dittgen erstmals in dieser Spielzeit neben Guido Burgstaller (32) von Beginn an ran.

Maximilian und Anett Dittgen halten ihre Fans auf Instagram über die Schwangerschaft auf dem Laufenden

St.-Pauli-Angreifer Maximilian Dittgen vergibt kurz nach Anpfiff die große Chance zur Führung

Maximilian (26) und Anett (26) freuen sich über den Familienzuwachs.
Maximilian (26) und Anett (26) freuen sich über den Familienzuwachs.  © max_dittgen17

"Aue hat uns keine Option zum Pressing in der ersten Reihe gegeben. Wir mussten sehr viel investieren, um uns Chancen herauszuarbeiten", erklärte der 26-Jährige nach der Begegnung. "Bei unseren Möglichkeiten hat uns die Kaltschnäuzigkeit gefehlt."

Der Offensiv-Spieler betonte aber, dass es dann auch wichtig sei, dass hinten die Null stehe. Und das schafften die Kiezkicker nach dem 3:0-Erfolg über Holstein Kiel auch im Erzgebirge. "So müssen wir mit dem Punkt leben."

Gleich zu Spielbeginn hatte Dittgen seinen großen Moment. Nach einem langen Ball machte er sich Richtung Auer Gehäuse auf. "Bei meiner Chance wollte ich mir den Ball noch einmal zurechtlegen, leider hat der Abwehrspieler es dann aber gut gemacht."

Eiskalter FC St. Pauli ringt den KSC nieder und beendet Auswärtsfluch!
FC St. Pauli Eiskalter FC St. Pauli ringt den KSC nieder und beendet Auswärtsfluch!

Lob für seine Leistung erhielt der Kiezkicker von seinem Trainer. "Er hat die Arbeit gegen den Ball richtig gut gemacht. Leider hat er sich für seinen enormen Aufwand nach vorne nicht belohnt", sagte Schultz (43). "Gefühlt hätte er zwei machen können und zwei vorbereiten können."

Vielleicht hat sich das aber für das kommende Spiel behalten. Dann könnte Dittgen nicht nur über seinen Treffer jubeln, sondern auch über die Geburt seiner zweiten Tochter.

Titelfoto: IMAGO / Revierfoto

Mehr zum Thema FC St. Pauli: