FC St. Pauli: Zwei Spieler stechen bei Remis gegen Odense Boldklub heraus

Hamburg - Drittes Testspiel, wieder nicht verloren: Nach zwei Siegen gegen Hannover 96 (2:0) und den TuS Blau-Weiß Lohne (4:0) blieb der FC St. Pauli auch beim 2:2 gegen den dänischen Erstligisten Odense Boldklub ungeschlagen.

Mal wieder einer der Auffälligsten: St. Paulis Daniel-Kofi Kyereh (25, r.) scheint nahtlos an seine bärenstarke Saison anknüpfen zu können. (Archivfoto)
Mal wieder einer der Auffälligsten: St. Paulis Daniel-Kofi Kyereh (25, r.) scheint nahtlos an seine bärenstarke Saison anknüpfen zu können. (Archivfoto)  © Oliver Hardt/Getty Images Europe/Pool/dpa

"Alles in allem war es ein guter Test", urteilte Chefcoach Timo Schultz (43) kurz nach Abpfiff. Der 43-jährige Übungsleiter sah im Edmund-Plambeck-Stadion in Norderstedt tatsächlich einen couragierten Auftritt seiner Elf.

Insbesondere im ersten Abschnitt waren die Kiezkicker deutlich überlegen und erspielten sich einige richtig gute Torchancen. Einziges Manko: Außer des Treffers von Sturmkante Simon Makienok (30) in der 41. Minute kam dabei nichts Zählbares herum.

Der 30-Jährige schien gegen den Klub aus seinem Heimatland besonders motiviert zu sein, brachte sich immer wieder in Abschlussposition und untermauerte nicht nur durch sein drittes Tor im dritten Testspiel seine Startelf-Ansprüche.

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Auch Daniel-Kofi Kyereh (25) zeigte schon wieder viel von dem, was ihn in der vergangenen Saison so stark gemacht hat, war sehr umtriebig und torgefährlich. Nahezu jeder Angriff lief über ihn.

"In der ersten Halbzeit haben wir sehr dominant gespielt und haben uns gegen einen tief stehenden Gegner wirklich viele Chancen herausgespielt. Das sah richtig gut aus", befand dementsprechend auch Schultz.

St.-Pauli-Coach Timo Schultz konnte einige Erkenntnisse sammeln

Sah viel Gutes von seiner Mannschaft: St.-Pauli-Coach Timo Schultz (43). Der 43-Jährige hat jetzt noch zwei Wochen Zeit, an den letzten Stellschrauben zu drehen.
Sah viel Gutes von seiner Mannschaft: St.-Pauli-Coach Timo Schultz (43). Der 43-Jährige hat jetzt noch zwei Wochen Zeit, an den letzten Stellschrauben zu drehen.  © Sven Pförtner/dpa

Durch etliche Wechsel in der Pause verlor der Kiezklub allerdings ein wenig seine Linie und Odense kam nicht nur zum Ausgleich durch Aron Elis Thrandarson (49.), sondern drehte die Partie durch Bashkim Kadrii sogar (59.).

Die Braun-Weißen ließen jedoch den Kopf nicht hängen, zeigten Moral und glichen nach einer feinen Einzelaktion des eingewechselten Lukas Daschner (22) wieder aus (69.). Anschließend ließen die Hamburger jedoch die nötige Zielstrebigkeit vermissen, um die Partie noch zu ihren Gunsten zu entscheiden.

"In der zweiten Halbzeit fehlte ein bisschen die Ruhe am Ball, da wollten wir zu schnell in die Spitze spielen und dadurch hatten wir auch einige Ballverluste", gab Schultz zu Protokoll. Gleichzeitig ließ seine Mannschaft in der Defensive aber auch nicht mehr viel zu.

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Unter dem Strich wäre aufgrund des ersten Abschnitts zwar mehr drin gewesen, mit dem Unentschieden konnten die Beteiligten anschließend aber gut leben. "Es war für uns ein richtiger Härtetest, dem haben wir sehr gut Stand gehalten", resümierte der aktive Maximilian Dittgen (26).

Wichtiger als das Ergebnis waren sowieso die Erkenntnisse, die Schultz mit Blick auf Offensive und Defensive sammeln konnte. Dass insbesondere an der mangelnden Chancenverwertung noch gefeilt werden muss, wusste auch Dittgen: "Wir haben jetzt noch zwei Wochen Zeit, um daran zu arbeiten, dass die Dinger auch reingehen."

Titelfoto: Oliver Hardt/Getty Images Europe/Pool/dpa

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