Fortuna Düsseldorf in der Krise! Ab- statt Aufstiegskampf nach blutleerem Auftritt bei 96

Düsseldorf - Damit konnte man nicht rechnen! Fortuna Düsseldorf ist trotz eines exzellent besetzten Kaders schlecht in die Zweitliga-Saison gestartet und muss sich nach dem blutleeren Auftritt bei Hannover 96 (0:3) nun endgültig nach unten orientieren.

Fortuna-Coach Uwe Rösler steht schon kurz nach Saisonbeginn unter Druck.
Fortuna-Coach Uwe Rösler steht schon kurz nach Saisonbeginn unter Druck.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Denn der Erstliga-Absteiger hat lediglich vier Punkte aus den ersten fünf Spielen gesammelt und steht mit einem Torverhältnis von 5:9 nur auf Abstiegsrelegationsplatz 16.

Lediglich die beiden Aufsteiger Eintracht Braunschweig und FC Würzburger Kickers stehen noch schlechter da. Auf den ersten Blick erstaunt dieser fast schon bodenlose Absturz der Mannschaft von Trainer Uwe Rösler. 

Doch die Fortuna gewann auswärts letztmals am 22. Februar (!), damals noch in der 1. Bundesliga beim SC Freiburg. Seitdem wartet Düsseldorf in der Fremde auf einen Sieg, was auch ein Grund für den Abstieg, das DFB-Pokal-Aus beim 1. FC Saarbrücken und den verkorksten Start in die neue Spielzeit war und ist. Diese mentale Blockade gilt es in den kommenden Wochen zu lösen.

Dazu ist man auch noch vom Verletzungspech gebeutelt. Mit den Angreifern Emmanuel Iyoha (Pfeiffersches Drüsenfieber), Dawid Kownacki (Adduktorenbeschwerden) und den zentralen Mittelfeldspielern Alfredo Morales (Sprunggelenksverletzung) sowie Edgar Prib (Muskelfaserriss) fehlen gleich vier potenzielle Stammspieler verletzt.

Außerdem befinden sich einige wichtige Akteure nicht in Form. Der sonstige Torjäger vom Dienst, Rouwen Hennings, hat erst einmal getroffen, auch der türkische Nationalspieler Kenan Karaman war nicht öfter erfolgreich. Als wäre all das noch nicht genug, bekam Düsseldorf schon drei (mitunter zweifelhafte) Platzverweise. Immer wieder schwächt sich das Team also selbst!

André Hoffmann (l.), Adam Bodzek (M.) und Florian Kastenmeier sind vom enttäuschenden Düsseldorfer Saisonstart alles andere als begeistert.
André Hoffmann (l.), Adam Bodzek (M.) und Florian Kastenmeier sind vom enttäuschenden Düsseldorfer Saisonstart alles andere als begeistert.  © Jonas Güttler/Daniel Bockwoldt/dpa

Fortuna Düsseldorf braucht dringend eine sportliche Reaktion!

Kenan Karaman erzielte in den Oktober-Länderspielen zwar zwei Tore (eines gegen die DFB-Elf) für die türkische Nationalmannschaft und gab eine Vorlage, traf für Düsseldorf bisher aber nur einmal.
Kenan Karaman erzielte in den Oktober-Länderspielen zwar zwei Tore (eines gegen die DFB-Elf) für die türkische Nationalmannschaft und gab eine Vorlage, traf für Düsseldorf bisher aber nur einmal.  © Roland Weihrauch/dpa

Obwohl bis auf die Pleite in Hannover alle Partien knapp waren, fehlte immer wieder der entscheidende Tick. 

Dazu kommen individuelle Patzer wie der von Florian Kastenmeier gegen 96. Ein Rückpass aus dem Mittelfeld rutschte dem Keeper über den Fuß ins eigene Tor - eine bezeichnende Szene für die aktuelle Düsseldorfer Lage!

Zudem leistete sich die Fortuna einen Offenbarungseid in der Offensive. Nicht eine (!) Chance spielte man sich bei den Niedersachsen heraus. Außerdem lief man mehr als drei Kilometer weniger, hatte eine um 15 Prozent schlechtere Passquote und gewann nur 37 Prozent der Zweikämpfe.

Kurzum: mit so einer Nicht-Leistung wie in Hannover kann Düsseldorf in der 2. Liga nicht bestehen! 

Das Team um die erfahrenen Leader Adam Bodzek, Hennings und Karaman muss am Freitag (18.30 Uhr) gegen den 1. FC Heidenheim dringend eine Reaktion zeigen, ansonsten droht man für längere Zeit im Tabellenkeller festzustecken.

Dort gehört die Mannschaft aber eigentlich nicht hin und ist dafür auch nicht zusammengestellt. Denn vor der Saison gaben die Verantwortlichen nicht zu Unrecht das Ziel Wiederaufstieg aus. Davon ist man momentan allerdings meilenweit entfernt. 

Titelfoto: Jonas Güttler/Daniel Bockwoldt/dpa

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