Fortuna Düsseldorf nach 0:5-Klatsche am Boden: Ist Uwe Rösler noch der richtige Coach?

Düsseldorf - Der nächste sportliche Rückschlag für Fortuna Düsseldorf! Am Montagabend verlor die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler (52) beim VfL Bochum gleich mit 0:5 (0:1).

Düsseldorfs Torjäger Rouwen Hennings (33) ist händeringend auf der Suche nach seiner guten Form.
Düsseldorfs Torjäger Rouwen Hennings (33) ist händeringend auf der Suche nach seiner guten Form.  © Roland Weihrauch/dpa

Einen entscheidenden Anteil daran hatte (mal wieder) auch ein Platzverweis. Bereits in der 6. Minute kassierte Kristoffer Peterson (26) nach einer Notbremse die Rote Karte.

Den fälligen Foulelfmeter verwandelten die Hausherren, anschließend standen die dezimierten Gäste aber kompakt. Zumindest bis zur 58. Minute. Denn nach dem zweiten Gegentor fiel die Fortuna auseinander und musste am Ende eine herbe Schlappe einstecken, die natürlich wieder zu Diskussionen führt.

Ist Rösler noch der richtige Coach? Seine Bilanz sagt das Gegenteil. Von 27 Spielen unter seiner Regie wurden nur sieben gewonnen, dazu gab es elf Remis und neun Niederlagen.

Zudem hat der frühere Akteur von Dynamo Dresden in dieser Saison einen starken Kader zur Verfügung, weshalb die Fortuna vor Beginn zu den Aufstiegskandidaten zählte. Mittlerweile ist man nach drei Siegen, zwei Unentschieden und vier Pleiten aber auf dem Boden der Tatsachen angekommen.

Erstaunlicherweise fehlt Röslers (erfahrenen) Mannen vor allem die Abgezocktheit. Keine andere Mannschaft hat mehr Platzverweise kassiert (vier) und mehr Elfmeter (sechs) verschuldet. Als wäre all das noch nicht genug, stehen auch erst acht eigene Tore zu Buche. Damit ist man in dieser Hinsicht das Schlusslicht der 2. Bundesliga!

Fortuna Düsseldorf quälte sich zu seinen vier Saisonsiegen

Fortuna-Coach Uwe Rösler (52).
Fortuna-Coach Uwe Rösler (52).  © Roland Weihrauch/dpa

Dazu wirken Düsseldorfs Auftritte erstaunlich uninspiriert. Selbst die drei Erfolge waren nicht ansehnlich, weil es der Fortuna momentan an Selbstvertrauen und einer erkennbaren Spielidee mangelt. So quälte man sich dreimal zu hart erkämpften 1:0-Siegen. Auch im DFB-Pokal gewann man mit dem knappsten aller Ergebnisse.

Immerhin fiel man bis auf die Partie in Bochum und das 0:3 bei Hannover 96 defensiv nicht ab und steht dort vergleichsweise geordnet und gut. Das sind allerdings nicht die Ansprüche des Bundesliga-Absteigers.

Wer sich einen Kader mit Top-Leuten wie Torjäger Rouwen Hennings (33), dem türkischen Nationalspieler Kenan Karaman (26), den Erstliga-erfahrenen Abwehrspielern Kevin Danso (22), André Hoffmann (27) und Matthias Zimmermann (28), dazu einen starken Rückhalt wie Florian Kastenmeier (23) und einer routinierten Doppelsechs um Edgar Prib (30) und Adam Bodzek (35) leistet, der muss das auch ab und zu mal zeigen!

Stattdessen verlässt man sich viel zu sehr auf die individuelle Klasse, die auch auf der Bank mit Leuten wie Alfredo Morales (30) oder Jean Zimmer (26) gegeben ist. Das reicht aber nicht, wie man sieht. Deshalb muss sich in Düsseldorf dringend etwas tun. Die Begegnung am Freitag (18.30 Uhr) gegen den SV Darmstadt 98 dürfte da bereits vorentscheidend sein.

Denn obwohl Düsseldorf gefühlt einen richtig schwachen Saisonstart hingelegt hat, beträgt der Rückstand auf Rang zwei in dieser engen Spielklasse lediglich sechs Punkte. Kassiert man allerdings weitere Niederlagen, wird Rösler nicht mehr zu halten sein, weil die Ziele des Vereins dann bereits ernsthaft gefährdet wären.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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