0 Punkte und 0 Tore! FSV-Abwehrchef Frick: "Hat nix mit 3. Liga zu tun"

Zwickau - Die englische Woche hat den FSV Zwickau nach dem Auftaktsieg gegen den Halleschen FC (3:2) auf den harten Boden der Realität zurückgeworfen. Die Horrorbilanz aus den letzten drei Spielen: 0:9 Tore, 0 Punkte.

Manuel Feil (in Weiß) erzielt das 2:0 für Elversberg gegen Zwickau. Yannik Möker (l.) und Nils Butzen stehen viel zu weit weg vom Torschützen.
Manuel Feil (in Weiß) erzielt das 2:0 für Elversberg gegen Zwickau. Yannik Möker (l.) und Nils Butzen stehen viel zu weit weg vom Torschützen.  © IMAGO/Fussball-News Saarland

Die 0:5-Klatsche in Elversberg hat wie ein Brennglas gewirkt: Sie hat zum einen gezeigt, dass die neuformierte Defensive nach den Abgängen von Steffen Nkansah (26), Max Reinthaler (27), Marius Hauptmann (22) sowie Marco Schikora (27) noch nicht zueinander gefunden hat und zum anderen, dass infolge des Sparkurses die Breite im Kader fehlt.

Mit Dominic Baumann (27), Ronny König (39) und Maximilian Jansen (29) fehlten u. a. drei wichtige Spieler krankheits- oder verletzungsbedingt.

"Wir haben gesehen, dass es schwer zu kompensieren ist, wenn vier, fünf Stammspieler fehlen. Doch die Jungs, die auf dem Platz standen, haben eigentlich genug Drittliga-Erfahrung", zog Coach Joe Enochs (50) entsprechend ein geteiltes Fazit.

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Im Angriff musste deswegen Johan Gomez (21) von Beginn an ran - obwohl er nach dreifachen Bänderriss im Sprunggelenk zuvor gegen Duisburg in der 82. Minute überhaupt zum ersten Mal in dieser Saison zum Einsatz kam.

Auf dem 21-Jährigen ruhte die Offensivlast. Wenig verwunderlich brachte Zwickau erneut kaum etwas Gefährliches zustande, nur ein Abschluss kam aufs Tor.

Dem FSV fehlt ein Mentalitätsspieler und Abräumer

FSV-Abwehrspieler Davy Frick (32) ist fassungslos. Drei Spiele in der englischen Woche, drei Niederlagen ohne eigenen Torerfolg. Zwickau ist am Boden.
FSV-Abwehrspieler Davy Frick (32) ist fassungslos. Drei Spiele in der englischen Woche, drei Niederlagen ohne eigenen Torerfolg. Zwickau ist am Boden.  © imago/osnapix

Hinten sah es nicht besser aus. Jan Löhmannsröben (31), nach Gelb-Rot-Sperre zurückgekehrt, wurde zur 27. Minute von Enochs zur Sicherheit vom Platz geschickt, bevor es Schiedsrichter Mario Hildenbrand (27) getan hätte.

Gebettelt hatte der 31-Jährige um die Ampelkarte. Bekommt sich der erfahrene Mittelfeldspieler nicht bald in den Griff, ist er nicht die erhoffte Verstärkung.

Doch genau das braucht Zwickau, einen Mentalitätsspieler und Abräumer. Sonst schwimmt die Defensive. Am Sonnabend stimmte nichts. Das hohe Anlaufen öffnete Tür und Tor, wo die SVE hindurchspazierte, weil zu viel Abstand gehalten wurde oder sich niemand für den Gegenspieler verantwortlich fühlte.

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Sinnbildlich das 0:3. Vorlagengeber Valdrin Mustafa (24) hatte derart viel Platz, dass er sich den Ball per Kopf selbst in den Lauf legte, Adam Susac (33) mit seinem Antritt stehen ließ und Luca Schnellbacher (28) bediente.

"Das hatte nichts mit 3. Liga zu tun. Wir sind immer einen Schritt zu spät gekommen", kritisiert Abwehrchef Davy Frick (32).

Titelfoto: imago/osnapix

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