Baumann ist FSV Zwickaus Torgarant: "Mal der Depp, mal der Held"

Zwickau - Ein Stürmer wird an Toren abgerechnet, weshalb es vor der Winterpause etwas ruhig um Dominic Baumann (27) geworden war. Er stand weniger im Fokus als noch in der Vorsaison, als seine elf Treffer wesentlich zum Klassenerhalt des FSV beitrugen. Auch diese Saison sind die Buden des Knipsers mit der sächsischen Schnauze unabdingbar, um in der 3. Liga zu bleiben.

FSV-Coach Joe Enochs (51).
FSV-Coach Joe Enochs (51).  © IMAGO/Wagner

"Wenn man trifft, ist man der Held, trifft man nicht, der Depp. Ich wusste, was ich kann, auch wenn ich die ganze Zeit auf den Sack gekriegt habe. Jetzt klappt's wieder", machte Baumann keinen Hehl daraus, wie er die letzten Wochen empfand: "Ich habe einfach weitergemacht, denn ich wusste um meine Stärken."

Auf diese Stärken baute Joe Enochs (51), was ihm gerade in den sozialen Medien bei manchen Fans Kritik einbrachte.

Doch wie sein Stürmer blieb sich auch der Coach treu. Enochs sah den 27-jährigen Angreifer schon länger auf dem aufsteigenden Ast, wenngleich sich der Torerfolg erst mit dem Doppelpack im ersten Testspiel der Wintervorbereitung gegen Zweitligist Magdeburg einstellte.

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Zum Jahresauftakt zu Hause gegen Oldenburg (0:1) tat sich die komplette Offensive schwer. Bei 1860 München (1:3) und nun in Halle (2:0) war Baumann Zwickaus Torgarant.

Baumgart konnte seine Form bestätigen

Dominic Baumann (27, l.) umkurvt in Halle auf dem Weg zum 2:0 den HFC-Keeper Felix Gebhardt (20).
Dominic Baumann (27, l.) umkurvt in Halle auf dem Weg zum 2:0 den HFC-Keeper Felix Gebhardt (20).  © Picture Point/Gabor Krieg

"Es freut mich für Baumi, dass er seine Form bestätigen konnte und sich belohnt hat. Das war wichtig für ihn", betont Enochs.

Der 51-jährige US-Amerikaner darf sich mit seinem Festhalten an Baumann bestätigt sehen und lieferte das von der Vereinsführung geforderte Ergebnis.

Die vorab veröffentliche Stellungnahme von Vorstand und Geschäftsführung hatte in der sportlich prekären Situation zusätzlichen Druck aufgebaut, doch die Schwäne hielten dem stand.

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"Bei uns ist jede Woche Druck, weil wir jedes Jahr gegen den Abstieg spielen. Es wird zwar nicht jedes Wochenende klappen, aber wir sind stark genug, um das zu schaffen. Meppen wird genauso schwer, doch nur wenn jeder für den anderen da ist, wird es klappen", so Baumann vor dem nächsten Abstiegsduell.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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