Blutleerer FSV-Auftritt im Ostduell offenbart: Hier liegt einiges im Argen!

Zwickau - Nach der ernüchternden Heimpleite gegen Kaiserslautern dachte man: Schlimmer geht's nimmer! Dass beim FSV Zwickau auf der Skala nach unten noch Luft ist, bewies das 0:1 gegen Magdeburg. Ideen, Tempo, Chancen - all das ließ die Elf von Joe Enochs (49) vermissen.

Bild mit Symbolcharakter: Wenn es so weitergeht, wird's beim FSV Zwickau irgendwann zappenduster.
Bild mit Symbolcharakter: Wenn es so weitergeht, wird's beim FSV Zwickau irgendwann zappenduster.  © imago images/Eibner

Das wühlte den US-Amerikaner auf Zwickaus Trainerbank auf: "Es war definitiv kein gutes Spiel - von beiden Mannschaften." Der neutrale Betrachter wird dem energisch zustimmen. Allerdings müssen die Westsachsen erstmal vor der eigenen Haustür kehren, denn Magdeburg freute sich derweil über einen "dreckigen Sieg", wie FCM-Coach Thomas Hoßmang treffend formulierte.

Fußball ist Ergebnissport und genau diese Ergebnisse liefert Zwickau seit dem Derbysieg bei Dynamo Dresden am 20. Oktober nicht mehr ab. Zuhause liegt der letzte Dreier sogar noch länger zurück. "Ich weiß gar nicht, wann wir den letzten eingefahren haben", meinte ein konsternierter Ronny König (37) nach Abpfiff gegenüber dem "MDR".

Es ist ihm nicht zu verdenken, denn das 2:1 zum Auftakt gegen Unterhaching datiert vom 19. September. Dem folgten ein Remis bei fünf Niederlagen.

König: "Wir sagen immer wieder, dass die Heimspiele unsere Basis sind. Aber so dürfen wir nicht auftreten!"

FSV-Coach Joe Enochs schlug enttäuscht die Hände vors Gesicht.
FSV-Coach Joe Enochs schlug enttäuscht die Hände vors Gesicht.  © imago images/Eibner
Ronny König (2.v.r.) hatte mit seinem Kopfball die beste Chance für den FSV.
Ronny König (2.v.r.) hatte mit seinem Kopfball die beste Chance für den FSV.  © imago images/Frank Kruczynski

FSV in dieser Verfassung nicht drittligatauglich!

Der Zusammenhalt stimmt bei den Zwickauern. Allein das wird aber nicht reichen.
Der Zusammenhalt stimmt bei den Zwickauern. Allein das wird aber nicht reichen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Der 37-Jährige besaß mit seinem Latten-Kopfball rund zehn Minuten vor Ultimo die späte und zugleich beste Möglichkeit im ganzen Spiel. Mit dem Seitenwechsel war er bis Abpfiff der einzige nominelle Angreifer, denn Sturmpartner Maximilian Wolfram (23) blieb zur Pause in der Kabine. Mittelfeldmann Leon Jensen (23) kam für ihn hinein und Manfred Starke (29) rückte dafür mit in die Spitze.

"Wir haben vorne kaum einen Ball festgemacht. Das lag nicht nur an 'Fitze' (Wolfram/d. Red.), aber wir sind etwas von dem weggekommen, was uns stark macht", erklärt Enochs das taktische Kalkül hinter dem Wechsel.

Lange hatte er mit Co-Trainer Robin Lenk (36) und Sportchef Toni Wachsmuth (34) nach Ende der ersten Halbzeit die Köpfe zusammengesteckt. Doch ihr taktischer Kniff verpuffte, denn nach vorne fehlte die Geschwindigkeit. Was an diesem Tag aber genauso abging, war die Körpersprache, das "Dazwischenhauen", was Zwickau in Derbys eigentlich aus- und stark macht.

Übrig und im Gedächtnis haften blieben ein blutleerer Auftritt und die Erkenntnis, dass ein FSV in dieser Verfassung nicht (!) drittligatauglich ist.

Titelfoto: imago images/Eibner

Mehr zum Thema FSV Zwickau:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0