Dynamos Löwe böse umgegrätscht! Für FSV Zwickau-Kicker Reinhardt wird Derby-Sieg zur Nebensache

Zwickau - So richtig ausgelassen, wie seine Kollegen, konnte und wollte Julius Reinhardt den Derbysieg bei Dynamo Dresden nicht feiern. Bei ihm gingen die Gedanken nach Abpfiff sofort zu Chris Löwe. In der 12. Spielminute hatte er ihn an der Mittellinie böse umgegrätscht.

So richtig ausgelassen, wie seine Kollegen, konnte und wollte Julius Reinhardt den Derbysieg bei Dynamo Dresden nicht feiern.
So richtig ausgelassen, wie seine Kollegen, konnte und wollte Julius Reinhardt den Derbysieg bei Dynamo Dresden nicht feiern.  © Picture Point/Gabor Krieg

Löwe, der mit Reinhardt zwischen 2006 und 2010 für den Chemnitzer FC 65-mal gemeinsam auf dem Platz stand, schrie auf, dass es durch Mark und Bein ging.

"Es tut mir wahnsinnig leid. Das war maximal bescheiden", grämte sich Reinhardt. "Ich komme mit vollem Tempo, spekuliere, dass er zurückzieht, und ziehe dann selbst zurück, treffe aber mit meinem Knie auf seines. So etwas nimmt man nicht billigend in Kauf."

Für Löwe ging es nicht weiter. Auf der Krankentrage fixiert wurde er vom Feld gebracht. 

Reinhardt sah Gelb, wirkte ab da in den Aktionen gebremst - wohl auch, weil ihn die Aktion mitnahm.

Der Derbysieg bei Dynamo geriet für Reinhardt zur Nebensache

Dynamos Linksverteidiger Chris Löwe musste schon nach zwölf Minuten verletzt vom Platz getragen werden.
Dynamos Linksverteidiger Chris Löwe musste schon nach zwölf Minuten verletzt vom Platz getragen werden.  © Picture Point / Gabor Krieg

"Wir kennen uns seit so vielen Jahren, aus der gemeinsamen Zeit in Chemnitz. Nach dem Abpfiff habe ich ihn sofort angeschrieben, mich entschuldigt und gute Besserung gewünscht. Ich kann es leider nicht ungeschehen machen", ist Reinhardt zerknirscht.

Der Derbysieg bei Dynamo, der erste einer Zwickauer Elf überhaupt, geriet für ihn zur Nebensache. 

Update, 13.11 Uhr: Dynamo Dresden muss mehrere Wochen auf Chris Löwe verzichten. Wie der Verein mitteilt, erlitt Löwe einen Außenbandriss und eine Knochenprellung im linken Knie. Das ergab eine MRT-Untersuchung im Uniklinikum Dresden.

"Ich habe nach dem unglücklichen Zusammenprall sofort einen starken Schmerz in meinem Knie gespürt. Jetzt bin ich erst einmal erleichtert, dass ich mir nach erster Auswertung der Bilder keine schwerwiegendere Verletzung in meinem Kniegelenk zugezogen habe", sagte Löwe in einer Vereinsmitteilung.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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