FSV-Cheftrainer Enochs fordert: "Wir müssen lauter werden"

Zwickau - Mit arg gebeutelter Abwehr geht der FSV Zwickau ins Krisenduell gegen den Halleschen FC. Ein Duo fehlt verletzungs- beziehungsweise krankheitsbedingt und Sebastian Wimmer wird für die Rot-Weißen (wohl) überhaupt kein Spiel mehr bestreiten.

Im Hinspiel beim 1:1 ging es zur Sache. Hier muss Schiri Harm Osmers die Streithähne Joe Enochs (l.) und Bentley Bexter Bann trennen. Heute muss sich Zwickaus Coach im Griff haben.
Im Hinspiel beim 1:1 ging es zur Sache. Hier muss Schiri Harm Osmers die Streithähne Joe Enochs (l.) und Bentley Bexter Bann trennen. Heute muss sich Zwickaus Coach im Griff haben.  © Picture Point/Gabor Krieg

Coach Joe Enochs redete auf der Spieltagspressekonferenz nicht lange um den heißen Brei herum, als die Personalie Wimmer zur Sprache kam.

"Kein Kommentar", entgegnete der 47-Jährige auf die Fragen, warum es der Ex-Kölner seit dem Re-Start bisher noch nicht in den 18-Mann-Kader geschafft hat und ob er nun, wo Christopher Handke (Angina) und Maurice Hehne (Gehirnerschütterung) für Halle ausfallen, ein Backup sein könnte.

Nach TAG24-Informationen gab es seit der coranabedingten Kurzarbeit keinen Kontakt mehr zwischen Wimmer und der restlichen Mannschaft.

Im Abstiegskampf und erst recht am heutigen Samstag zum Derby ist er für Enochs jedenfalls keine Option.

Dafür kehren der zuletzt gesperrte Abwehrchef Davy Frick und Angreifer Ronny König (muskuläre Probleme) zurück und mit ihnen zwei, die auf dem Platz auch mal den Mund aufmachen.

Genau das ließen die Westsachsen zuletzt vermissen. Da fehlten klare Kommandos und gegenseitiges Heißmachen. Aber nur so geht es in den Geisterspielen, wo der Push von den Zuschauerrängen fehlt.

Verschwunden, kein Kontakt mehr: Sebastian Wimmer wird wohl nicht mehr für den FSV auflaufen.
Verschwunden, kein Kontakt mehr: Sebastian Wimmer wird wohl nicht mehr für den FSV auflaufen.  © Picture Point/Roger Petzsche

"Wir sind in manchen Phasen des Spiels zu leise. Gerade, wenn es schlecht läuft, müssen wir uns gegenseitig lautstark coachen", meint Enochs zu den durchwachsenen Ergebnissen gegen Rostock (2:2) und in Köln (0:3). "Wir haben das Problem erkannt und auch intern angesprochen."

Jetzt muss es seine Mannschaft nur noch umsetzen, denn sonst wird es gegen jeden Kontrahenten schwer - auch den HFC, der vor der Corona-Pause eine beinahe beispiellose Talfahrt hingelegt hat und seit dem Re-Start mit Niederlagen in Münster (2:4) und gegen Braunschweig (0:1) nahtlos daran anknüpfte.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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