FSV-Coach Enochs tüftelt an der Taktik und setzt weiter auf die Viererkette

Zwickau - Trainer Joe Enochs (49) tüftelt in der Vorbereitung nicht nur an der Aufstellung, sondern auch dem System, um den FSV Zwickau variabler zu machen. Dabei fließen auch Lehren aus der Vergangenheit ein.

In jedem Training engagiert: Joe Enochs (49, l.) nutzt die Einheiten auch, um taktische Grundsätze zu festigen.
In jedem Training engagiert: Joe Enochs (49, l.) nutzt die Einheiten auch, um taktische Grundsätze zu festigen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Dreierkette, Viererkette, Fahrradkette. Über taktische Grundordnungen lässt sich vortrefflich philosophieren - und streiten. In Zwickau gilt das für die Dreierkette.

Mit der konnten sich die Schwäne in der 3. Liga nie richtig arrangieren. Weder unter Torsten Ziegner (43) noch Nachfolger Enochs stand Zwickau in dieser Aufstellung über einen längeren Zeitraum stabil.

Durchgesetzt hat sich das 4-4-2 mit Doppelsechs. Doch auf Dauer einspurig fahren ist nicht im Sinne des Erfinders. "Wenn wir auf den Gegner eingehen wollen, müssen wir variabel sein", betont Enochs. In diesem Sommer arbeitete der US-Amerikaner daher mit seiner Mannschaft verstärkt am 4-3-3.

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"In der Vergangenheit haben wir die komplette Abwehr von Dreier- auf Viererkette umgekrempelt, um defensiver oder offensiver zu werden", will Enochs davon wegkommen: "Die Viererkette soll nicht mehr auseinandergerissen werden."

Denn dort steht das Gerüst mit Steffen Nkansah (25), Davy Frick (31) und Can Coskun (23) bereits. Nils Butzen (28) dürfte den vakanten Posten auf der rechten Seite übernehmen, wo vormals Jozo Stanic (22) verteidigte.

4-4-2 und 4-3-3: Beide Systeme haben laut FSV-Coach Enochs Vor- und Nachteile

Joe Enochs will in der kommenden Saison noch variabler agieren lassen.
Joe Enochs will in der kommenden Saison noch variabler agieren lassen.  © picture point/Sven Sonntag

Veränderungen gibt es zwei Reihen weiter vorn. Wobei 4-4-2 und 4-3-3 ihr Für und Wider haben.

Enochs: "Mit vier Mann im Mittelfeld haben die Sechser lange Wege zu gehen, da es keinen zentralen Mittelfeldspieler gibt. Dafür sind die Räume auf außen gegen den Ball zu und nach vorne kam es einem Morris Schröter (25) im Eins-gegen-eins zugute."

Im 4-3-3 ohne Außenstürmer, sondern einem im Zentrum und je einen rechts und links versetzt, gibt Zwickau gegen den Ball auf der Außenbahn Raum preis.

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"Dafür unterbinden wir das Spiel durch das Zentrum und mit dem Ball haben wir drei klassische Angreifer mit kurzem Weg zum Tor", hebt Enochs das Pro hervor.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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