FSV-Coach Enochs übt sich in Galgenhumor: "Also alles falsch gemacht als Trainer ..."

Zwickau - Unterzahl ist längst kein Nachteil. Der FSV Zwickau bestätigte diese Ansicht beim 1:2 gegen den KFC Uerdingen über weite Strecken. Die zweite Saisonpleite an Maurice Hehnes Roter Karte wegen des groben Fouls an Christian Dorda festzumachen, greift zu kurz.

Nach der Partie wurde gleich der Mannschaftskreis gebildet und die Niederlage verarbeitet. Morgen geht es bei Dynamo schon weiter.
Nach der Partie wurde gleich der Mannschaftskreis gebildet und die Niederlage verarbeitet. Morgen geht es bei Dynamo schon weiter.  © Picture Point/Gabor Krieg

Selbstverständlich sind 86 Minuten mit zehn Mann kein Zuckerschlecken, doch gegen die Krefelder wäre auch damit was drin gewesen. "Als hätten wir zu acht gespielt", schimpfte ein Uerdinger Vereinsvertreter beim Abgang von der Haupttribüne.

Dass es für ihn so herüberkam, hatte vor allem damit zu tun, dass Zwickau viel lief und leidenschaftlich attackierte. So verdiente sich die Enochs-Elf das 1:0 durch das Eigentor von Stefan Velkov.

Die Auswechslung von Ronny König führte zum Bruch. Coach Joe Enochs begründete es unter anderem mit dem Kalkül, auf Konter zu gehen, für die es Schnelligkeit braucht. Vorne fehlte nun aber fortan einer, der die Bälle festpinnt und den Gegner mit seiner körperlichen Präsenz bindet.

Mit der Einwechslung von Julius Reinhardt wollte Enochs außerdem die Doppelsechs wieder auffüllen, um so die Räume zu verdichten. Das misslang. 

Zumal Reinhardt vergangenen Montag in Halle gar nicht im Kader stand. Begründet wurde dies mit Fitnessrückstand nach seiner Sprunggelenks-OP. Nicht nur beim 1:1 gegen Vorlagengeber Tim Albutat kam "Jules" einen Schritt zu spät.

Maurice Hehne verpasst den Ball und erwischt Uerdingens Christian Dorda - dafür gab's Rot.
Maurice Hehne verpasst den Ball und erwischt Uerdingens Christian Dorda - dafür gab's Rot.  © Picture Point/Gabor Krieg
FSV-Keeper Johannes Brinkies ist geschlagen - der abgefälschte Ball von Kolja Pusch zappelt im Netz.
FSV-Keeper Johannes Brinkies ist geschlagen - der abgefälschte Ball von Kolja Pusch zappelt im Netz.  © imago images/Frank Kruczynski

FSV-Trainer Enochs: "Es gab genügend Chancen, noch ein Tor zu erzielen, doch das haben wir nicht getan."

FSV-Trainer Joe Enochs musste nach der Roten Karte reagieren, hatte dabei aber nicht das glücklichste Händchen.
FSV-Trainer Joe Enochs musste nach der Roten Karte reagieren, hatte dabei aber nicht das glücklichste Händchen.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Am Ende verloren, also alles falsch gemacht als Trainer", übte sich Enochs bei "Sport im Osten" in Galgenhumor. Liegt seine Elf zur Halbzeit 1:3 statt nur 1:2 hinten, braucht sich niemand beschweren. Nach dem Seitenwechsel brauchte Zwickau etwas, fand dann aber wieder hinein, ackerte und rackerte und kam gefährlich vors Uerdinger Gehäuse.

Enochs: "So wie wir offensiv unsere Chancen herausgearbeitet haben, war sehr ordentlich und das, ohne großartig umzustellen. Es gab genügend Chancen, noch ein Tor zu erzielen, doch das haben wir nicht getan."

Alleine Felix Drinkuth besaß zwei richtig gute Gelegenheiten, die dickste in der 82. Minute, als er eine Eingabe von Morris Schröter mit links statt dem schwächeren rechten Fuß nimmt, der, weil das lange Eck abgedeckt war, besser gewesen wäre.

"An einem guten Tag mache ich zwei Tore, an einem mittleren eins und heute leider keins", ärgerte sich Drinkuth nach Abpfiff bei "Magenta Sport".

Titelfoto: imago images/Frank Kruczynski, Picture Point/Gabor Krieg

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