FSV-Coach Enochs zieht Zwischenfazit: "3. Liga ist ein Hauen und Stechen"

Zwickau - Der FSV Zwickau ist auf der Suche nach sich selbst. Eigentliche Stärken sind in den letzten Spielen nicht mehr zum Tragen gekommen. In der Offensive ist dadurch mächtig Sand ins Getriebe geraten.

Die Standards waren lange Zeit die große Stärke der Zwickauer. Derzeit sind die Gegner - wie hier Wiesbadens Max Reinthaler (27, l., gegen Lukas Krüger, 22) - obenauf.
Die Standards waren lange Zeit die große Stärke der Zwickauer. Derzeit sind die Gegner - wie hier Wiesbadens Max Reinthaler (27, l., gegen Lukas Krüger, 22) - obenauf.  © Picture Point/Gabor Krieg

Wenn in der Vergangenheit aus dem Spiel heraus nichts ging, wirkte oftmals ein Standard als Dosenöffner, erinnerte Joe Enochs (51) vor dem Auswärtsspiel am Samstag beim 1. FC Saarbrücken an die Stärke bei ruhenden Bällen.

Vergangene Saison sorgten unter anderem Marco Schikora (28) oder Steffen Nkansah (26) bei den scharfen Eingaben von Patrick Göbel (29) in der Box für mächtig Betrieb.

Auch nach deren Weggang funktionierte es zu Saisonbeginn gegen den Halleschen FC (3:2) – jener Partie, in der der FSV nahezu die Hälfte der sieben Saisontore erzielte. Mittlerweile sind die Ecken und Freistöße nur noch laue Lüftchen.

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Enochs: "Wir müssen zu dieser Stärke nach Standards zurückfinden. Das ist uns in den letzten Wochen etwas abgegangen." Es fehle die Überzeugung. Die Bälle kämen nicht so und die Laufwege würden nicht mit letzter Konsequenz genommen, moniert Enochs zudem.

Bietet der FSV Zwickau in Saarbrücken eine Überraschung?

Fordert am Samstag in Saarbrücken mehr Konsequenz: FSV-Trainer Joe Enochs (51).
Fordert am Samstag in Saarbrücken mehr Konsequenz: FSV-Trainer Joe Enochs (51).  © Picture Point/Gabor Krieg

Selbstverständlich wolle man sich nicht nur auf ruhende Bälle verlegen, sondern auch aus dem Spiel heraus Chancen kreieren, aber auch da zeigten die Schwäne, die sonst über Pressing und das Erobern zweiter Bälle gefährlich werden, ungewohnte Defizite.

"Die Ballgewinne in der gegnerischen Hälfe müssen wir für Torschüsse ausnutzen. Das ist uns in den letzten Wochen nicht so gelungen. Deswegen arbeiten wir tagtäglich daran."

Zwickau ist noch nie die Mannschaft gewesen, die sich von hinten heraus durch die gegnerischen Reihen durch kombiniert und hat doch in der Vergangenheit schon für faustdicke Überraschungen gesorgt. Genau für so eine will man im Ludwigsparkstadion sorgen.

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Enochs: "Die 3. Liga ist ein Hauen und Stechen. Man sieht jede Woche, wie vermeintlich kleinere Gegner den größeren bezwingen können. Saarbrücken ist mit anderen Ambitionen als wir in die Saison gestartet. Es scheint aber nicht alles rundzulaufen. Das sehe ich als Chance für uns, ihre kleine Verunsicherung auszunutzen."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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