FSV-Kicker Jansen: "In München Bock endlich umstoßen!"

Zwickau - So schlecht wie in dieser Saison kam der FSV Zwickau in der 3. Liga noch nie aus den Startlöchern. Fünfmal verließ die Mannschaft von Trainer Joe Enochs (50) mit einer Punkteteilung den Platz, dreimal als Verlierer.

Maximilian Jansen (28, r., gegen Halles Michael Eberwein (25)) spielte am Mittwoch erstmals für den FSV. Am Samstag folgt seine zweite Partie beim TSV 1860 München.
Maximilian Jansen (28, r., gegen Halles Michael Eberwein (25)) spielte am Mittwoch erstmals für den FSV. Am Samstag folgt seine zweite Partie beim TSV 1860 München.  © Picture Point/Gabor Krieg

Am Samstag geht es zum TSV 1860 nach München. Die Erinnerungen an den letzten Auftritt an der Grünwalder Straße sind bestens. Ende Januar siegte die Enochs-Elf mit 1:0. Torschütze Morris Schröter (26) ist am Samstag nicht dabei, er wechselte im Sommer nach Dresden.

Es müssen andere richten, zum Beispiel Maximilian Jansen (28). Der Last-Minute-Neuzugang stand am Mittwochabend beim rassigen 2:2 gegen Halle erstmals für die Westsachsen auf dem Platz. Sein Debüt war vielversprechend.

"Ich habe immer noch Gänsehaut. Dafür spiele ich Fußball", gestand Jansen nach dem Abpfiff: "Zu Hause, unter Flutlicht, vor toller Kulisse und dann noch gegen meinen Ex-Verein - das war schon etwas ganz Besonderes."

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Jansen ersetzte im zentralen Mittelfeld den formschwachen Yannik Möker (22) und überzeugte an der Seite von Marco Schikora (26) mit einem guten Stellungsspiel, zahlreichen gewonnenen Zweikämpfen und ganz viel Leidenschaft.

"Auf dieser Position musst du als erfahrener Spieler vorangehen und viele Kommandos geben. Ich versuche, das umzusetzen, was der Trainer von mir erwartet. Das ist mir gegen Halle ganz gut gelungen", meinte der Debütant.

FSV-Spieler Jansen: "Wir treffen auf eine der spielstärksten Mannschaften der Liga"

Brandgefährlich! Torjäger Sascha Mölders (36) vom TSV 1860 München.
Brandgefährlich! Torjäger Sascha Mölders (36) vom TSV 1860 München.  © Imago Images/Sven Simon

Das i-Tüpfelchen blieb Jansen versagt: der erste Saisonsieg. "Wenn wir die eine oder andere Situation besser ausspielen, gehen wir mit einem 2:0 in die Kabine. Das wäre komfortabler gewesen", analysierte der 28-Jährige.

"So fangen wir uns kurz nach der Pause den Ausgleich und geraten nach 70 Minuten sogar in Rückstand. Hut ab, wie wir danach zurückgekommen sind, das 2:2 erzwungen haben. Mit etwas Matchglück und mehr Überzeugung können wir in letzter Sekunde sogar den Lucky Punch setzen."

Gelang leider nicht. Der Kopfball von Lars Lokotsch (25) verfehlte das HFC-Tor. Und so nehmen die Zwickauer am Samstag zum neunten Mal Anlauf, um den ersten Dreier zu landen.

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Jansen: "Wir treffen auf eine der spielstärksten Mannschaften der Liga. Torjäger Sascha Mölders (36) sorgt immer für Gefahr. Aber wir sind fest gewillt, den Bock endlich umzustoßen."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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