FSV-Neuzugang Adam Susac muss Geduld haben

Zwickau - Auf ihn hält FSV-Coach Joe Enochs (49) große Stücke: Adam Susac (32). Der 32-jährige Kroate ist eine Abwehrkante, wie sie im Buche steht. Man kennt und schätzt sich. Und doch muss sich der Neuzugang beim FSV Zwickau (noch) hinten anstellen.

Noch muss sich Adam Susac (32) mit der Reservistenrolle abfinden - könnte sich aber schnell ändern.
Noch muss sich Adam Susac (32) mit der Reservistenrolle abfinden - könnte sich aber schnell ändern.  © picture point/Sven Sonntag

Steffen Nkansah (25) und Max Reinthaler (26) haben derzeit leicht die Nase vorn. Sie profitierten auch mit von der Seuchen-Saison, die Susac (spricht sich "Suschatz") hinter sich hat. Bei Absteiger Osnabrück war der einstige Aufstiegsheld außen vor. "Ihm fehlt fast ein Jahr Spielpraxis", gibt Enochs zu bedenken.

Einsätze sind das eine, die mentale Verfassung das andere. "Die letzte Saison war für den Kopf sehr schwer, weil ich keine Einsätze bekam", verriet Susac. Das Selbstvertrauen zurückzuerlangen, dürfte ihm in Zwickau nicht sonderlich schwerfallen.

Susac: "Ich hatte von Beginn an ein gutes Gefühl, da ich Joe Enochs und Robin Lenk aus meiner Zeit in Osnabrück und Aue gut kenne. Das gab auch mit den Ausschlag."

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In jener Zeit lernten sich die drei nicht nur kennen, sondern vor allem schätzen. Susac kreuzte als Lila-Weißer fünfmal die Klingen mit den Schwänen. Er siegte mit Aue im Sachsenpokalfinale und holte mit Osnabrück in vier Partien drei Dreier und ein Remis. Das alles bei nur einem Gegentor.

FSV-Coach Enochs: "Jedesmal hat Adam in der besten Abwehr der 3. Liga gespielt"

2016 stieg der ehemalige kroatische Junioren-Nationalspieler, der u. a. gemeinsam mit Dejan Lovren (32) und Domagoj Vida (32) fürs Heimatland spielte, mit Aue in die 2. Liga auf, 2019 mit Osnabrück. "Jedes Mal hat Adam in der besten Abwehr der 3. Liga gespielt", kommt das für Enochs nicht von ungefähr.

Der 49-jährige US-Amerikaner ist sich sicher, dass Susac auch in Zwickau den Laden dicht halten kann.

"Adam bringt die gewisse Klarheit mit. Er zeigt den Fußball, den wir spielen wollen. Aber er muss sich in Geduld üben, denn Max und Steffen haben es gegen Dortmund ordentlich gemacht."

"Ob es dieses Wochenende schon so weit ist oder in ein, zwei Wochen, werden wir sehen", behält sich Enochs alle Optionen offen.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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