Taktische Umstellung: FSV-Trainer Joe Enochs stellte die Weichen auf Sieg

Zwickau - Kurz durchschnaufen, den Erfolg genießen! Mit dem 2:1 in Unterhaching hat der FSV Zwickau am Sonnabend wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg eingesammelt.

Dustin Willms (Nummer 11) trifft zur FSV-Führung.
Dustin Willms (Nummer 11) trifft zur FSV-Führung.  © imago images/Eibner

"Ich bin erleichtert. Die Spieler können den Sieg heute genießen. Ab Sonntag geht die Vorbereitung auf das nächste Spiel los. Wir müssen dranbleiben und konzentriert weiterarbeiten", betonte Trainer Joe Enochs (49).

Der US-Amerikaner fand vor dem wichtigen Kellerduell die richtigen Stellschrauben. Mit der Hereinnahme eines zweiten Stürmers erhöhte er die Angriffswucht. Dustin Willms (21), der den gelbgesperrten Manfred Starke (29) ersetzte, zahlte mit dem 1:0 (4. Minute) das in ihn gesetzte Vertrauen schnell zurück.

Im Laufe der ersten Halbzeit kamen die Gastgeber besser ins Spiel und in der 40. Minute durch Lucas Hufnagel zum Ausgleich. Enochs reagierte und stellte zur Pause in der Abwehr von Dreier- auf Viererkette um.

FSV-Oldie Könnecke setzt wieder auf Teamgeist
FSV Zwickau FSV-Oldie Könnecke setzt wieder auf Teamgeist

Auch diese taktische Maßnahme fiel sofort auf fruchtbaren Boden. Die Rand-Münchner kamen in der zweiten Halbzeit kaum noch gefährlich vor das Tor von Keeper Johannes Brinkies (27).

Zwickau hielt die SpVgg vom eigenen Strafraum fern

FSV-Trainer Joe Enochs traf in Unterhaching die richtigen Entscheidungen.
FSV-Trainer Joe Enochs traf in Unterhaching die richtigen Entscheidungen.  © imago images/Eibner

Zwickau hielt die SpVgg nicht nur vom eigenen Strafraum weg, sondern initiierte einige gefährliche Angriffe. Einen schloss Morris Schröter (25) mit dem Flachschuss ins kurze Eck erfolgreich ab (63.). Das 2:1 war zugleich der Endstand und der vierte Auswärtssieg der Westsachsen.

"Für beide Mannschaften ging es um viel. Für uns sind die drei Punkte enorm wichtig. Am Dienstag geht es gegen den nächsten direkten Konkurrenten weiter", blickte Schröter zügig vorn. Seinen Treffer analysierte der Mittelfeldmann so: "Ich bin einfach nachgelaufen und hatte das Glück, dass der Ball zu mir geklärt worden ist. In der ersten Halbzeit hatte ich eine ähnliche Situation. Da wurde ich geblockt, was sehr ärgerlich war."

Große Erleichterung auch bei Trainer Enochs. "Gegen Lübeck haben wir es andersherum gemacht. Da haben wir in der Pause von Vierer- auf Dreierkette umgestellt und das Spiel noch gedreht. Die Jungs können das sofort umsetzen, das spricht für sie", lobte der 49-Jährige: "Die zweite Halbzeit war sehr ordentlich. Bis auf ein, zwei Fernschüsse haben wir nichts zugelassen."

Titelfoto: imago images/Eibner

Mehr zum Thema FSV Zwickau: