2020 war kein Glücksjahr: Beim FSV Zwickau knirscht es im Gebälk!

Zwickau - 2020 ist nicht das Jahr des FSV Zwickau gewesen! Tiefpunkt ist das Überwintern auf einem Abstiegsplatz. Und das ist nicht etwa ein plötzlicher Leistungsabfall, sondern ein anhaltender Abwärtstrend, der sich diesmal nur schon früher in der Tabelle niederschlägt.

FSV-Sportchef Toni Wachsmuth (M.) kann mit der Bilanz des Jahres alles andere als zufrieden sein.
FSV-Sportchef Toni Wachsmuth (M.) kann mit der Bilanz des Jahres alles andere als zufrieden sein.  © Picture Point/Gabor Krieg

Die Resultate des kompletten Kalenderjahres betrachtet, ist Zwickau nichts anderes als ein Absteiger. Von jenen 14 Teams, die sowohl in der alten als auch neuen Spielzeit der 3. Liga angehörten bzw. angehören, holte die Elf von Coach Joe Enochs (49) mit 35 Punkten die zweitwenigsten.

Unterboten wird der Wert nur von Magdeburg (34). Angeführt wird die "Jahrestabelle 2020" von Bayern II. (59) vor Rostock (57) und 1860 München (56). Kurios: Dynamo als Absteiger performte in den bisherigen 17 Spielen besser als der FSV übers komplette Jahr.

Dabei sollte nach dem Bibber-Sommer mit dem Klassenerhalt auf den letzten Drücker alles besser und vieles anders werden. Vor der neuen Spielzeit wurde mit Johannes Brinkies (27), Nils Miatke (30) oder Ronny König (37) verlängert, Maximilian Wolfram (23), Manfred Starke (29), Steffen Nkansah (24) oder Felix Drinkuth (26) wurden verpflichtet.

Hinzu kamen mit Jozo Stanic (21) und Marco Schikora (26) zwei Verteidiger, die sofort einschlugen. Das Spielsystem wurde auf 3-5-2 umgestellt, um aus dem Zentrum heraus zusätzliche Torgefahr zu erzeugen. Außerdem wird mehr Augenmerk auf eine spielerische Note gelegt.

FSV Zwickau rief Mittelfeld-Potenzial zu selten ab

FSV-Trainer Joe Enochs (49) hat eine harte Zeit hinter (und vor) sich.
FSV-Trainer Joe Enochs (49) hat eine harte Zeit hinter (und vor) sich.  © Picture Point/Gabor Krieg

Das alles nährte die Hoffnung auf eine Saison im gesicherten Mittelfeld. Das Potenzial ist vorhanden, abgerufen wird es aber zu selten. Dabei schaffte die sportliche Leitung um Toni Wachsmuth (34) auch auf der Trainerbank frühzeitig Fakten.

Nachdem mit Enochs im Frühjahr vorzeitig bis 2022 verlängert wurde, trennte man sich im März vom streitbaren "Co" Danny König (46) und ersetzte diesen durch Robin Lenk (36), was neue Impulse geben sollte.

Trotzdem knirscht es im Gebälk. Wachsmuths "Endspiel"-Ansage in Richtung Enochs wurde zwar vom Vorstand umgehend kassiert, ist aber nun einmal ausgesprochen - und damit in der Welt.

Nachvollziehbar ist das Gebaren beider Seiten: Wachsmuth muss versuchen, dem Abwärtstrend gegenzusteuern, die Chefetage zusehen, wie sie unnötige Kosten vermeidet - auch in Hinblick auf die DFB-Nachlizenzierung.

Zumal es Wachsmuth war, der Enochs noch im Februar das Vertrauen aussprach und als Kaderplaner fürs sportliche Geschick mit verantwortlich zeichnet.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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