FSV: Streit um Abbruch in der 3. Liga! Künftig zwei Staffeln?

Zwickau - Der Kampf ums Überleben der Drittligisten wird zur Glaubensfrage, die Klubs haben sich zerstritten.

Zwickaus Vorstandssprecher Tobias Leege plädiert für einen Saisonabbruch.
Zwickaus Vorstandssprecher Tobias Leege plädiert für einen Saisonabbruch.  © PICTURE POINT Gabor Krieg

Eine Fraktion - angeblich 12 der 20 Vereine - will Geisterspiele, die andere fordert den Saisonabbruch. 

Vor allem die bayerischen Klubs plädieren fürs Weiterspielen ohne Fans. Bei einem Abbruch "wäre die Liga aus meiner Sicht kaputt", sagte Ingolstadts Sportchef Michael Henke.

Im Schnitt 1,5 Mio. Euro Verlust pro Verein gelten bei Abbruch als realistisch, rund 600.000 Euro wären es bei Partien vor leeren Rängen. Tobias Leege, Vorstandsprecher des FSV Zwickau, sieht das anders. 

Geisterspiele seien ein "weiterer Genickbruch", da der Ticketverkauf rund 20 Prozent der Einnahmen ausmache, die Kosten dagegen steigen würden.

Mario Kallnik, Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg meinte: "Für das wirtschaftliche Überleben möglichst vieler Vereine wäre ein Abbruch der Drittligasaison die sinnvollste Lösung." 

Dafür plädieren weitere sechs Vereine, unter anderem auch der Chemnitzer FC, Halle und Jena (TAG24 berichtete).

Über einen Vorschlag für einen Weg aus der Krise berichtet das Fachmagazin kicker. Demnach ist beim DFB ein Vorschlag zur Umstrukturierung eingegangen, der ab 2020/2021 eine 3. Liga Nord und eine 3. Liga Süd mit je 20 Teams vorsieht. 

Geisterspiele? Der FSV Zwickau möchte das nicht!
Geisterspiele? Der FSV Zwickau möchte das nicht!  © Picture Point/Gabor Krieg

Mehr Mannschaften, Spiele und attraktivere Lokalderbys würden erhöhte Einnahmen bringen, um die Corona-Folgen auszugleichen.

Titelfoto: PICTURE POINT Gabor Krieg

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