Bekommt FSV-Coach Enochs heute in Münster endlich seine löchrige Abwehr dicht?

Zwickau - Sie sträubten sich gegen den Re-Start, stiegen erst am 10. Mai wieder ins Training ein. Die halbe 3. Liga trainierte da schon in Kleingruppen - auch der sächsische Rivale Chemnitzer FC, der am 1. Mai aus dem "Lockdown" kam. Der FSV Zwickau ließ derweil wertvolle Zeit verstreichen. Wenig verwunderlich, dass die Schwäne seither wie bleierne Enten sinken.

Tolle Parade von Johannes Brinkies. Trotz seiner starken Leistungen muss der FSV-Keeper zu oft den Ball aus dem Kasten holen.
Tolle Parade von Johannes Brinkies. Trotz seiner starken Leistungen muss der FSV-Keeper zu oft den Ball aus dem Kasten holen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Nach nur einem Sieg aus den ersten sieben (!) Partien seit Fortsetzung der 3. Liga steht die Enochs-Elf vor der heutigen Auswärtspartie bei Preußen Münster noch mehr mit dem Rücken zur Wand als vor der Corona-Pandemie

Die jüngste Pleite gegen Aufstiegsaspirant Ingolstadt (0:3) ist nur Makulatur, passt aber ins Schema.

Der Aufwand in den ersten 40 Minuten reichte nicht einmal für ein Tor - obwohl Möglichkeiten für mindestens zwei da waren. 

Selbst die hätten am Sonntag aber nicht geholfen. Ingolstadt konnte so einfach durchspazieren, das war zum Haareraufen - und nicht zum ersten Mal!

Johannes Brinkies - auch in dieser Saison der gewohnt sichere Rückhalt - verdiente sich bisher neun weiße Westen, die letzte am 22. Februar beim 0:0 auf dem Kaiserslauterer Betzenberg. 

Dass er in den restlichen 25 Drittliga-Partien 56-mal (!) hinter sich greifen musste, spricht allerdings Bände. Coach Joe Enochs muss seine Abwehr schleunigst dicht bekommen.

Muss seine Abwehr schleunigst dicht bekommen: FSV-Coach Joe Enochs.
Muss seine Abwehr schleunigst dicht bekommen: FSV-Coach Joe Enochs.  © Picture Point/Roger Petzsche

Wichtige FSV-Verteidiger fehlen

Denn vorne wird geliefert, wovon 50 eigene Treffer zeugen. Die Top-Torjäger Elias Huth (11) und Ronny König (8) ragen heraus und waren zuletzt gesetzt. Auch die Moral stimmt. 

Gegen Rostock (2:2) und Unterhaching (3:3) wurde zu Hause ein 0:2 noch aufgeholt.

Dass aber ausgerechnet in der Verteidigung die Spieler von der Fahne gehen, macht es nicht einfacher. 

Davy Frick (Notbremse) muss in Münster nochmals wegen seiner Rot-Sperre aussetzen, Sebastian Wimmer spielt wegen der Verweigerung gegen Kurzarbeit keine Rolle mehr und Christopher Handke meldet sich nach wie vor krank.

Trotz all dieser Unwägbarkeiten hat der FSV noch alle Trümpfe in der Hand, vorausgesetzt Enochs' Buben stechen heute beim Abstiegsgipfel in Münster und im Sachsenderby gegen den CFC.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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