Schonungslose FSV-Analyse nach Großaspach-Pleite: Reinhardt redet Klartext!

Aspach - Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt! Am Sonntag erlebte FSV-Mittelfeldmann Julius Reinhardt die Geburt seiner Tochter mit und war voller Glücksgefühle. Drei Tage später hatte ihn die Realität als Fußballprofi wieder eingeholt.

Das 1:0 für Großaspach: Marco Hingerl (l.) schiebt den Ball über die Linie des Zwickauer Tores
Das 1:0 für Großaspach: Marco Hingerl (l.) schiebt den Ball über die Linie des Zwickauer Tores  © imago images/Pressefoto Baumann

Mit Zwickau kassierte der 32-Jährige beim Vorletzten Großaspach eine schmerzhafte 0:1-Niederlage. Ein knapper Sieg hätte den Gästen gereicht, um das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz verhindern.

Ein Dreier war drin. Zwickau verteidigte kompromisslos. 

Bis zur 71. Minute. Da verlor Linksverteidiger René Lange den Zweikampf mit Dominik Martinovic. Der legte für den einlaufenden Marco Hingerl auf - 1:0!

"Ein sehr bitterer Abend", gestand Reinhardt nach Spielende bei "Magentasport" und stieg ein in die schonungslose Analyse: "Das Spiel war ausgeglichen. Dann bekommen wir zu einfach das Gegentor. Nach vorn fehlte uns die Durchschlagskraft. Wir haben vieles versucht, aber wir waren nicht zwingend genug." 

FSV büßt zwei wichtige Spieler ein

Rudelbildung: Julius Reinhardt packte Großaspachs Niklas Sommer sogar am Kragen.
Rudelbildung: Julius Reinhardt packte Großaspachs Niklas Sommer sogar am Kragen.  © imago images/Pressefoto Baumann

Die Mannschaft von Trainer Joe Enochs büßte nicht nur die Punkte, sondern auch zwei extrem wichtige Spieler ein: Leon Jensen, der zur Pause kam und für Belebung in der müden Offensive sorgen sollte, flog in der 75. Minute nach einer Tätlichkeit vom Platz. 

In der fünften Minute der Nachspielzeit stellte sich Abwehrchef Davy Frick ungeschickt an, brachte den durchlaufenden Martinovic kurz vorm Strafraum zu Fall.

Für FIFA-Referee Marco Fritz eine Notbremse und der zweite Platzverweis für die Gäste.

Reinhardt: "Leon wird zweimal klar gefoult. Beides nahe der Tätlichkeit. Trotzdem muss er seine Nerven besser im Griff haben und darf die Aktion so nicht machen. Das schadet uns als Mannschaft. Dass wir am Ende mit Davy den zweiten Spieler verlieren, ist bei unserem dünnen Kader extrem bitter und macht die kommenden Aufgaben nicht einfacher."

Am Sonntag kommt Zweitliga-Absteiger Ingolstadt. Danach geht es zum Kellerduell nach Münster.

Titelfoto: imago images/Pressefoto Baumann

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