Interview mit FSV-Sportchef Wachsmuth: "Da muss man sich durchbeißen"

Zwickau - Der FSV Zwickau kehrt am Samstag mit der Partie gegen Hansa Rostock nach fast zwölfwöchiger Corona-Pause in den Spiel-Alltag zurück. Widerwillig, wie der Vereinsvorstand nochmals bekräftigte. Sportchef Toni Wachsmuth gibt sich pragmatischer. Der 33-Jährige nimmt es, wie es kommt, wie er TAG24 verriet.

Widerwillig zwar, aber er stellt sich der Situation und nimmt es sportlich: FSV-Sportdirektor Toni Wachsmuth.
Widerwillig zwar, aber er stellt sich der Situation und nimmt es sportlich: FSV-Sportdirektor Toni Wachsmuth.  © Picture Point/Gabor Krieg

TAG24: Die Klubführung hat sich vergeblich gegen die Saison-Fortsetzung gesträubt. Mit welchen Gefühlen gehen Sie in den Re-Start?

Wachsmuth: "Dass wir uns einzig und allein auf die vor uns liegenden Wochen konzentrieren und den Rest hinter uns lassen. Unsere Aufgabe ist es, Fußball zu spielen und deutlich zu machen, dass Zwickau sportlich in die 3. Liga gehört."

TAG24: Sehen Sie einen Wettbewerbsnachteil, weil die Mannschaft erst vor nicht einmal drei Wochen wieder ins Training eingestiegen ist, während sich Rostock seit Mitte April vorbereiten konnte?

Wachsmuth: "Sicherlich sind die Voraussetzungen unterschiedlich. Die Nachteile aus der kürzeren Vorbereitung versuchen wir über andere Dinge wettzumachen. Es stehen intensive fünf Wochen bevor, in denen letztlich vielleicht auch die Mentalität und Disziplin den Unterschied ausmachen. Wegen der Kürze der Zeit ist es schwer möglich, noch großartig an der Taktik zu feilen. Das muss sitzen. Wichtig ist die Regeneration zwischen den Partien, was viel Eigenverantwortung, zum Beispiel bei der Ernährung, Pflege und Training erfordert. Außerdem stößt jeder Einzelne jetzt häufiger an die Schmerzgrenze. Da muss man sich durchbeißen. Wer das nicht macht, hilft nicht weiter."

TAG24: Wie wichtig sind Teamgeist und Kommunikation bei Geisterspielen?

Wachsmuth: "Extrem wichtig! Die Mannschaft, die sich gegenseitig mehr hilft, viel spricht und sich vor allem richtig heiß macht, ist ohne Zuschauer klar im Vorteil. Es geht gerade für uns einmal mehr nur als absolut geschlossene Einheit. Wer sein eigenes Ding macht, wird scheitern."

TAG24: Die Saison geht bis in den Juli. Was bedeutet das für die Leihverträge mit Elias Huth und Sascha Härtel oder auslaufende Arbeitspapiere wie bei Johannes Brinkies?

Wachsmuth: "Teilweise hat es bereits Absprachen gegeben. Mein Gefühl ist, dass jeder um die Tragweite weiß und es im Sinne aller ist, die Saison mit dem bestehenden Kader zu Ende zu spielen."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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