FSV unter Zugzwang! In Großaspach muss ein Sieg her

Zwickau - Ein Sieg und zwei Unentscheiden zuhause, zwei Niederlagen auswärts, macht fünf von 15 möglichen Zählern. Der Re-Start ist dem FSV Zwickau also nur bedingt gelungen. Am Mittwochabend muss beim fast sicheren Absteiger Sonnenhof Großaspach ein Sieg her - ohne Wenn und Aber!

Maskenmann: FSV-Sportchef Toni Wachsmuth lobt die Moral der Truppe, findet aber die vielen Gegentore ärgerlich.
Maskenmann: FSV-Sportchef Toni Wachsmuth lobt die Moral der Truppe, findet aber die vielen Gegentore ärgerlich.  © Picture Point/Gabor Krieg

Dass die Rot-Weißen unter Zugzwang stehen, haben sie sich selbst zuzuschreiben, denn gegen Rostock (2:2) und Unterhaching (3:3) war mehr drin. Wenn aber jedesmal erst ein 0:2 aufgeholt werden muss, wird es eklig. Das kostet enorm viel Kraft - unnötige Kraft, die bei permanenten englischen Wochen irgendwann fehlen könnte.

"Bei aller Anstrengung, die der straffe Terminplan bedeutet, bürden wir uns zusätzlich eine extreme Last auf, weil wir die Gegentore für meine Begriffe teilweise zu billig bekommen", legt Sportchef Toni Wachsmuth den Finger schonungslos in die Wunde.

Gegen Rostock und Haching ging es nochmal gut, wobei am Sonntag sogar drei Punkte drin gewesen wären, wenn kurz vor Ultimo nicht noch das 3:3 für die SpVgg fällt. 

Wachsmuth: "Der Zeitpunkt ist zwar ärgerlich, aber nicht das Entscheidende, sondern die Tatsache, dass wir zwei Tore nach Standards bekommen, weil wir in den entscheidenden Duellen zweiter Sieger waren."

"Irgendwann ist bei manchen der Tank leer"

Julius Reinhardt fehlte zuletzt, weil er bei der Geburt seiner Tochter dabei war. Am Mittwoch steht er dem FSV wieder zur Verfügung.
Julius Reinhardt fehlte zuletzt, weil er bei der Geburt seiner Tochter dabei war. Am Mittwoch steht er dem FSV wieder zur Verfügung.  © picture point/Sven Sonntag

Fehlende körperliche und/oder geistige Frische lässt Wachsmuth nicht als Argument durchgehen. "Sicherlich ist irgendwann bei manchem der Tank leer, aber der bisherige Eindruck, selbst wenn es an die Grenzen ging, war stark - auch mental. Und das, obwohl wir schon so manchen Ausfall, auch sehr kurzfristig zu kompensieren hatten."

Gemeint ist damit unter anderem das Fehlen von Julius Reinhardt, der am Sonntag noch an der Mannschaftssitzung teilgenommen hatte, sich dann aber eine Stunde vor Anpfiff in den Kreißsaal verabschiedete, um bei der Geburt von Töchterchen Alva dabei zu sein. "Da gab es intern keine Diskussion. So etwas geht eindeutig vor", unterstreicht Wachsmuth.

So ein Entgegenkommen vom Arbeitgeber ist keine Selbstverständlichkeit, erst recht nicht in der durchaus prekären sportlichen Situation. Aber genau das macht den FSV aus, sorgt dafür, dass sich die Spieler dann auf dem Platz zerreißen und Zwickau nach Rückschlägen wieder aufsteht. 

Wer sich bei den Schwänen gegen die Truppe stellt, wird dagegen wie Sebastian Wimmer (TAG24 berichtete) am Schlafittchen gepackt.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

Mehr zum Thema FSV Zwickau:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0