Die Farce ist vorbei: Uerdingen gegen den FSV Zwickau kurzfristig abgesagt

Zwickau - Die Auswärtspartie gegen den KFC Uerdingen ist am Freitagvormittag abgesagt worden, die Farce damit (vorerst) vorbei. Denn nichts anderes ist die Hängepartie gewesen, die der FSV Zwickau durchmachen musste: eine Farce. Findet die Begegnung mit Uerdingen statt und falls ja, wo?

Die Absage der Auswärtspartie gegen den KFC Uerdingen sorgte bei FSV-Sportdirektor Toni Wachsmuth für Kopfschütteln.
Die Absage der Auswärtspartie gegen den KFC Uerdingen sorgte bei FSV-Sportdirektor Toni Wachsmuth für Kopfschütteln.  © Picture Point / Gabor Krieg

Es sind zwei banale Fragen gewesen, die Sportchef Toni Wachsmuth stellvertretend fürs komplette Team in den letzten Tagen umtrieben. Bis Freitagfrüh sah sich beim DFB scheinbar niemand dazu imstande, sie zu beantworten.

Darin hieß es, "aufgrund der starken Schneefälle und durchgehenden Frosts ist die Bespielbarkeit des Platzes am Lotter Kreuz trotz Einsatzes der Rasenheizung bis Samstag nicht herzustellen".

Zugegebenermaßen sind witterungsbedingte Spielabsagen im Winter nicht zu vermeiden. Auch Corona kann dazwischenfunken. Aber diesmal kam erschwerend hinzu, dass Uerdingen wegen wohl säumiger Mietzahlungen aus der bisherigen Spielstätte in Düsseldorf herausgeflogen war und der Ausweichstandort Lotte bis zuletzt wackelte, da, wie mehrere Medien berichten, noch gar keine Verträge unterzeichnet wurden.

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Es ist ein Armutszeugnis für die 3. Liga und sorgte in Zwickau für Kopfschütteln. "Eigentlich hätten wir schon längst wissen müssen, wo gespielt wird", sagte Sportchef Toni Wachsmuth - Donnerstagmittag wohlgemerkt.

Da zog sich die Entscheidung noch immer hin. Der Ablauf für Freitag sah erst Training in Zwickau und nach dem Mittag die Abfahrt gen Westen vor. Spätestens am Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren in Nordrhein-Westfalen hätte es sich dann entschieden: weiter auf der A44 Richtung Düsseldorf oder abzweigen auf die A33 nach Lotte. Das erübrigt sich nun.

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Einen Nachholtermin gibt es zwar noch nicht, aber wenigstens herrscht fürs nächste Mal Gewissheit, wo es hingeht: ans Lotter Kreuz. Die spielleitende Stelle des DFB hat eine entsprechende örtliche Verlegung der restlichen Partien bis Saisonende in Abstimmung mit dem KFC und dessen Insolvenzverwalter sowie den Sportfreunden Lotte veranlasst.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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