FSV Zwickau: Felix Drinkuth und seine Erfahrungen mit Corona

Zwickau - Die Fußballer der 1. bis 3. Liga können trotz Pandemie ihrem Beruf nachgehen. Ein Privileg, doch Covid-19 macht deswegen keinen Bogen um die Profis. Wie heftig die Folgen einer Erkrankung ausfallen können, erfuhr Felix Drinkuth (26) vom FSV Zwickau am eigenen Leib.

Felix Drinkuth (26, r., gegen den Uerdinger Leon Schneider) hat Corona am eigenen Leib erlebt und warnt davor, das Virus auf die leichte Schulter zu nehmen.
Felix Drinkuth (26, r., gegen den Uerdinger Leon Schneider) hat Corona am eigenen Leib erlebt und warnt davor, das Virus auf die leichte Schulter zu nehmen.  © Frank Kruczynski

"Anfänglich war ich nach 15-minütigem leichten Jogging dermaßen fertig, als hätte ich 90 Minuten gespielt. Ich bekam schlecht Luft, hatte Atembeschwerden, der Herzschlag war erhöht", erzählt Drinkuth.

Dabei ist der 26-Jährige sehr athletisch, absolvierte zum Beispiel 2016 den Hamburg-Marathon. "Es stimmt schon nachdenklich, wenn man am eigenen Leib erfährt, wie sehr einen das Coronavirus fertigmachen kann. Man sieht das Ganze dadurch aus einem völlig anderen Blickwinkel", meint Drinkuth und mahnt: "Man sollte es nicht auf die leichte Schulter nehmen!"

Wie er sich mit dem Virus infiziert hat, ist nicht eindeutig geklärt.

Auf der Auswärtsfahrt nach Verl bestand aber Kontakt zu zwei Mitspielern, die positiv getestet wurden.

Symptome kamen erst gegen Ende der Quarantäne

Bei Drinkuth, der am 8. Dezember von Coach Joe Enochs (49) über den positiven Test informiert wurde, stellten sich die Symptome erst gegen Ende der folgenden zehntägigen Quarantäne ein: "Ich bekam Kopfschmerzen, die nicht weggingen und selbst kleinste Bewegungen strengten mich an."

Fieber kam nicht hinzu. "Auch der bei Corona beobachtete Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn blieb glücklicherweise aus", ergänzt Drinkuth.

Während der dreiwöchigen Quarantäne wurde er von seiner Freundin versorgt, die als Kontaktperson die gemeinsame Wohnung ebenfalls nicht verlassen durfte. Die Einkäufe wurden vorrangig von den Teamkollegen Leon Jensen (23) und Bastian Strietzel (22) getätigt. "Zum Glück hatten wir auch einiges auf Vorrat", kann Drinkuth schon wieder lachen.

Denn peu à peu geht's aufwärts. "Letzte Woche bin ich ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Trainer und Sportdirektor räumen mir alle Zeit ein, die ich brauche. Vielleicht kommt 1860 München am Sonntag etwas zu früh, aber danach will ich wieder ran", powert Drinkuth.

Titelfoto: Frank Kruczynski

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