1000 Liter Dynamo-Freibier verleihen FSV Flügel: "Darauf freuen wir uns riesig!"

Zwickau - Davy Frick (31) konnte am Sonnabend nach Abpfiff schon wieder lachen. Der Platzverweis kurz vor Schluss war zwar ärgerlich, trübte offensichtlich aber nicht die Freude über das 0:0 bei Hansa Rostock, das gleichbedeutend mit dem sicheren Klassenerhalt war.

Schiri Patrick Ittrich (42) schickte Davy Frick (31, l.) mit Gelb-Rot vom Platz.
Schiri Patrick Ittrich (42) schickte Davy Frick (31, l.) mit Gelb-Rot vom Platz.  © imago images/Fotostand

"Wir haben heute nochmal alles reingehauen und den Punkt geholt. Die 1000 Liter Freibier haben wir uns hart erkämpft. Darauf freuen wir uns riesig", frohlockt Frick.

Die in Aussicht gestellte Prämie vom K-Block Dynamo Dresden verlieh scheinbar Flügel. Denn auch Coach Joe Enochs (49) kam zum gleichen Ergebnis: "Wir haben alles auf dem Platz gelassen und einen verdienten Punkt mitgenommen."

Vor allem, weil kaum etwas zugelassen wurde. Brandgefährlich waren einzig die Standards. "Es gab zwei Ecken, wo wir den Ball nicht wegbekommen und Rostock die Chance hat, das Spiel zu gewinnen", geht der US-Amerikaner auf die Gelegenheit für Julian Riedel (29, 25.) ein, bei der Johannes Brinkies seinem Ex-Klub die Pausenführung verdarb.

Die zweite Aktion ging auf das Konto von Sven Sonnenberg (22, 90.+5.), dessen Abschluss Jozo Stanic (22) in höchster Not abwehrte, ehe sich Brinkies auf den Abpraller warf und ihn unter sich begrub.

Bei einer Niederlage wären der vorzeitige Ligaverbleib und die Freibier-Prämie ausgeblieben

Coole Aktion: Die Dynamo-Fans spendieren dem FSV für den Punktgewinn in Rostock 1000 Liter Bier.
Coole Aktion: Die Dynamo-Fans spendieren dem FSV für den Punktgewinn in Rostock 1000 Liter Bier.  © Screenshot Twitter

Es waren die einzigen kritischen Strafraumszenen. Enochs: "Größtenteils haben wir Rostock sehr weit weg vom Tor gehalten und versucht, frühzeitig zu attackieren."

Nach der Pause trauten sich die Schwäne häufiger nach vorn und hatten ihre Möglichkeit, als Lukas Scherff (24) eine Hereingabe von Morris Schröter (25) mit dem Arm abwehrte. "Mit bisschen Glück bekommt man den Handelfmeter gepfiffen", wertete Enochs die Szene.

Referee Patrick Ittrich (42) ließ weiterlaufen und sich auch vom lautstarken Protest von Frick nicht umstimmen, geschweige denn beeindrucken. Im Gegenteil: Fürs Reklamieren sah der 31-jährige Abwehrchef Gelb. Drei Minuten später grätschte er Manuel Farrona Pulido (28) kurz vor der Strafraumkante um, verhinderte damit zwar Schlimmeres, sah aber Gelb-Rot.

"Wenn das Spiel ganz blöd läuft, kriegt man mit einem Mann weniger noch das Gegentor", pustete Enochs durch.

Zwei gegen einen, aber Davy Frick (31, M.) setzt sich bei diesem Kopfballdreikampf dennoch durch.
Zwei gegen einen, aber Davy Frick (31, M.) setzt sich bei diesem Kopfballdreikampf dennoch durch.  © imago images/Leo

Bei einer Niederlage wären der vorzeitige Ligaverbleib, die Schützenhilfe für Dynamo Dresden und auch die von den SGD-Fans ausgelobte Freibier-Prämie ausgeblieben. Und das konnte niemand wollen!

Titelfoto: imago images/Leo

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