FSV Zwickau: Drinkuths Rückkehr nach Halle machte Spaß

Zwickau - Richtig gut gelaunt trat Felix Drinkuth am Montagabend in Halle vor die versammelte Presse. Er nahm sich viel Zeit, alle Fragen zu beantworten. Weil es während Corona keine Mixed-Zone gibt, geschah dies auf Abstand vom Innenraum nach oben auf den untersten Zuschauerrang. "Jetzt habe ich Nackenschmerzen", scherzte Drinkuth danach.

Wann geht's endlich rein? Die Zwickauer um Ronny König (3.v.l.) warten auf dem Parkplatz vor der Haupttribüne darauf, in den ERDGAS Sportpark einlaufen zu dürfen.
Wann geht's endlich rein? Die Zwickauer um Ronny König (3.v.l.) warten auf dem Parkplatz vor der Haupttribüne darauf, in den ERDGAS Sportpark einlaufen zu dürfen.  © privat

In Corona-Zeiten ist eben manches anders. Da muss sich der Gastverein beim HFC in Containern auf dem Parkplatz umkleiden. Zwickau kam damit zurecht und Drinkuth ließ sich die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte davon nicht vermiesen: "Hat Spaß gemacht. Es war ein besonderes Spiel, weshalb ich aber nicht besonders aufgeregt war."

Vielmehr sorgte der Ex-Hallenser für den ersten und entscheidenden Aufreger. Fasst er sich nicht aus gut 25 Metern ein Herz, wäre das zähe Spiel wohl nie in Fahrt gekommen. So lieferte Drinkuth mit seinem ansatzlosen Lattenknaller die Vorlage zum 1:0 durch Maximilian Wolfram.

"Halle war am Anfang besser drin, doch das zeichnet uns aus, mit einer Aktion wieder zurückzukommen", findet Drinkuth.

Der Norddeutsche ist einer für diese Aktionen, denn er bringt Schnelligkeit, Schussstärke und Variabilität mit, kann hinter den Spitzen und auf der linken Außenbahn gleichermaßen überzeugen. Zum Auftakt gegen Unterhaching traf er aus dem Zentrum heraus, in Halle gab er eben jene Vorlage. Zieht ihn Coach Joe Enochs auf links, beackert er die Außenbahn.

Geht Drinkuth mit Tempo ins Dribbling, sieht sein Gegenspieler schon mal alt aus und es kommt eine scharfe Flanke in den Strafraum. Gegen 1860 München bereitete der 25-Jährige so den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ronny König vor, in Halle verpasste er seinen Abnehmer in der Box knapp.

Die Duschkabine ist sehr spartanisch eingerichtet. Selbst in der Kreisklasse finden Gastvereine mitunter bessere Bedingungen vor, als der FSV am Montag in Halle.
Die Duschkabine ist sehr spartanisch eingerichtet. Selbst in der Kreisklasse finden Gastvereine mitunter bessere Bedingungen vor, als der FSV am Montag in Halle.  © privat
Nahm jede Hürde: Felix Drinkuth überspringt Halles Antonios Papadopoulos
Nahm jede Hürde: Felix Drinkuth überspringt Halles Antonios Papadopoulos  © Imago Images/Christian Schroedter

"Felix ist auf links bärenstark, präsentiert sich aber auch auf der Zehn sehr schön. Er bringt außerdem eine top Athletik mit", lobt Enochs: "Wenn er die Leistung bestätigt, wird es schwer, ihn aus der Mannschaft zu verdrängen."

Titelfoto: Imago Images/Christian Schroedter

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