FSV will das zweite Kapitel: Sportchef Wachsmuth kennt den Abstiegskampf

Zwickau - Am Mittwoch steigt der große Abstiegsgipfel gegen den Chemnitzer FC! Gewinnt der FSV Zwickau, zieht er am CFC vorbei und springt auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Verliert er, ist der Zug endgültig abgefahren. Was dazwischen liegt, ist graue Theorie, denn ein Remis hilft nicht weiter.

Toni Wachsmuth kennt sich aus im Abstiegskampf, wie in dieser Szene vor einem Jahr gegen den (Ex-)CFCer Daniel Frahn zu erkennen.
Toni Wachsmuth kennt sich aus im Abstiegskampf, wie in dieser Szene vor einem Jahr gegen den (Ex-)CFCer Daniel Frahn zu erkennen.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

Die Ausgangslage ist faktisch dieselbe wie letzten Sonnabend gegen Eintracht Braunschweig (3:2). Da warf Zwickau alles in die Waagschale, was es benötigte: Einsatz, Leidenschaft und einen schier unbändigen Willen.

"Wir gehen jedesmal an die Schmerzgrenze. Diesmal war es noch einen Zacken mehr. So ein Spiel geht aber nur, wenn du noch an dich glaubst und dich nicht aufgegeben hast", meinte Sportchef Toni Wachsmuth danach. 

Der 33-jährige Ex-Profi spricht aus Erfahrung. Bevor er letzten Sommer die Töppen an den Nagel hing, kämpfte er dreimal hintereinander mit Zwickau gegen den Abstieg. 2016/17 und 2017/18 galten sie im Winter schon als abgeschrieben und straften in der Frühjahrsrunde alle Lügen.

Diesmal ist die Angelegenheit diffiziler. Jede Partie musste vor dem letzten Spieltag gewonnen werden und die Konkurrenz aus Chemnitz und Münster mitspielen, um die 3. Liga sicher zu halten. Der CFC (1:1 bei Uerdingen) und Münster (0:0 in Mannheim) spielten mit. Der FSV fuhr den benötigten Dreier ein und hat das Heft des Handelns übernommen.

Hilft Zwickau die Hosiner-Sperre?

Toni Wachsmuth ist in seiner Rolle als FSV-Sportdirektor am Mittwoch zum Zuschauen verdammt. Allerdings dürfte der Ex-Profi motivierende Worte finden
Toni Wachsmuth ist in seiner Rolle als FSV-Sportdirektor am Mittwoch zum Zuschauen verdammt. Allerdings dürfte der Ex-Profi motivierende Worte finden  © Picture Point/Roger Petzsche

"Unabhängig von den anderen Ergebnissen war das ein absoluter Big Point. Wir haben den Funken entfachen können und Kapitel eins von drei geschrieben. Am Mittwoch schreiben wir das zweite", gibt Wachsmuth die Richtung vor.

Dass bei den Himmelblauen Torjäger Philipp Hosiner gelbgesperrt fehlt, dürfte Zwickau in die Karten spielen. Allerdings litt der Österreicher zuletzt ohnehin unter Ladehemmung. Doch statt auf den Gegner schauen die Rot-Weißen lieber auf sich selbst und kümmern sich um ihre Baustellen. Eine davon ist die Anfälligkeit nach ruhenden Bällen.

"Auch gegen Braunschweig gab es Sachen, die uns das Genick brechen können. Wir haben uns gegen die meiner Meinung nach beste Umschaltmannschaft der 3. Liga einfach zu viele Ballverluste geleistet und kassieren dazu beim 0:1 ein Tor, das wir gefühlt alle zwei Wochen bekommen - einen zweiten Ball nach Standard. Das muss man ansprechen."

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

Mehr zum Thema FSV Zwickau:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0