FSV-Sportchef Wachsmuth "Suchen noch Verstärkungen!"

Zwickau - Drei Transfers hat Sportchef Toni Wachsmuth für die neue Spielzeit unter Dach und Fach gebracht. Verlängert wurde mit den Leistungsträgern Johannes Brinkies und Ronny König sowie Ersatzkeeper Matti Kamenz. Nils Miatke, Ali Odabas, Leon Jensen und Maurice Hehne wurden per Option weiterhin gebunden. Im Gegenzug verließen zehn Akteure den FSV Zwickau, der also noch einige Stellen offen hat.

FSV-Sportchef Sportdirektor Toni Wachsmuth (l., hier mit Julius Reinhardt) hält die Augen auf und sucht weiter nach Verstärkungen für die Zwickauer.
FSV-Sportchef Sportdirektor Toni Wachsmuth (l., hier mit Julius Reinhardt) hält die Augen auf und sucht weiter nach Verstärkungen für die Zwickauer.  © picture point/Sven Sonntag

"Wir suchen in allen Mannschaftsteilen, außer auf der Torhüterposition, nach Verstärkungen", sondiert Wachsmuth den Spielermarkt. Weil das Transferfenster wegen Corona bis 5. Oktober geöffnet ist, befinden sich die Arbeitgeber in einer durchaus komfortablen Situation.

"Aktuell vertraglose Spieler müssen davon ausgehen, ungewöhnlich lange ohne Anstellung dazustehen, was die Verhandlungsposition zu Gunsten der Vereine verschiebt", schätzt Wachsmuth die momentane Lage ein.

Zwickau, dass letztes Jahr rund 2,4 Millionen Euro für die Lizenzspielerabteilung ausgab, zählt zu den finanzschwächeren Drittligisten. "Umso beachtlicher ist es, dass wir in die fünfte Drittliga-Spielzeit in Serie gehen", findet Wachsmuth: "Wir arbeiten seit Jahren mit einem, wenn nicht sogar dem niedrigsten Etat der 3. Liga. Fakt ist aber auch, dass die Schere zwischen den Vereinen mit Investoren oder Mäzenen in der Hinterhand und denen, die auf klassische Einnahmen wie Zuschauer, Sponsoring und Fernsehgelder noch weiter auseinander gehen wird."

Heißt: Statt mit dem Scheckheft zu wedeln, vertrauen die Westsachsen auf andere, harte Fakten. "Elias Huth, der letztes Jahr 14 Tore erzielt hat, Leon Jensen, Marcus Godinho oder Lion Lauberbach zeigen, dass wir in der Lage sind, junge Spieler zu formen, abzuhärten und weiterzuentwickeln", betont Wachsmuth. Ganz zu schweigen von Morris Schröter, der in der abgelaufenen Spielzeit sieben Tore erzielte und zehn vorbereitete. "Wir bieten aber gleichzeitig auch gestandenen Spielern die Möglichkeit, in einer charakterlich einwandfreien Truppe Verantwortung zu übernehmen", so Wachsmuth.

Das spreche sich in der Branche herum: "Durch unsere Arbeitsweise genießen wir mittlerweile einen guten Ruf."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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