Investoren zögern: Beim FSV rollt der Rubel immer noch nicht

Zwickau - Anfang des Jahres schien es nicht mehr lange zu dauern, bis der Rubel beim FSV Zwickau rollt. Im Zuge der Ausgliederung der Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft sollten über die Veräußerung von zehn Prozent der Gesellschaftsanteile drei Millionen Euro zufließen. Außerdem bekundeten zahlungskräftige Investoren damals Interesse an einem Kauf der GGZ Arena.

FSV-Vorstandssprecher Tobias Leege erklärt, warum der FSV auf die erhofften Millionen warten muss.
FSV-Vorstandssprecher Tobias Leege erklärt, warum der FSV auf die erhofften Millionen warten muss.  © Picture Point/Gabor Krieg

Nachdem die Vereinsmitglieder am 26. Januar der Ausgliederung zugestimmt hatten, ist es still geworden. "Wir befinden uns nach wie vor in Gesprächen, aber beide Seiten drängen derzeit coranabedingt andere Themen", erklärt FSV-Vorstandssprecher Tobias Leege.

Erschwerend kommt hinzu, dass es sich nicht um Investoren handelt, die ihr Investment einzig und allein auf die Fußballbranche ausgelegt haben. 

"Die überlegen sich genau, worin sie investieren", weiß Leege.

Durch die negativen Einflüsse von Corona, zum Beispiel auf den Spielbetrieb oder die Erträge, die ein Klub eigentlich generiert, wie Ticketing oder Sponsoring, ist es nachvollziehbar, dass die Aussicht auf Rendite nicht gerade rosig ist.

Leege: "Die Frage ist doch, ob der Fußball der bleibt, der er vor Corona war. Solange das nicht abschließend geklärt ist, können wir den Investoren nicht sagen, wohin die Reise geht."

Heißt im Klartext: Wer mehr aus Liebe zum Geld statt zum Sport investiert, lässt wohl erstmal die Finger davon.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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