Muss FSV-Trainer Enochs nach der erneuten Pleite vorzeitig gehen?

Zwickau - Zwickaus Sportdirektor Toni Wachsmuth ist ein ruhiger Vertreter seiner Zunft. In die Scheinwerfer der Öffentlichkeit tritt der 33-Jährige, der seine Profikarriere vor einem Jahr beendet hat, eher selten.
Muss FSV-Trainer Joe Enochs vorzeitig gehen?
Muss FSV-Trainer Joe Enochs vorzeitig gehen?  © Picture Point/Gabor Krieg

Am Sonntagabend nach dem 0:3 (0:0) gegen den FC Ingolstadt stand der ehemalige FSV-Kapitän als Einziger Rede und Antwort. Was er zu sagen hatte, ließ tief blicken. 

Selbst ein klares Bekenntnis zu Trainer Joe Enochs wollte Wachsmuth nicht abgeben. Bei den Westsachsen brennt kurz vor Saisonende der Baum!

"In den kommenden Spielen muss mehr kommen. Wir nehmen uns immer viel vor, auf dem Platz ist das aber nur phasenweise zu sehen", schimpfte Wachsmuth: "Wenn wir so weiterspielen wie heute in der zweiten Halbzeit, wird es am Ende nicht reichen."

Den Charakter sprach der gebürtige Thüringer den Mannen von Trainer Enochs nicht ab. 

"Doch wir kassieren zu viele Gegentore. Dass die Qualität nicht reicht, wenn zahlreiche Leistungsträger fehlen, lasse ich nicht als Ausrede gelten. Das ist mir zu einfach, sich dahinter zu verstecken", erklärte Wachsmuth: "Wir müssen es wieder schaffen, den Gegner mit Herz und Leidenschaft das Leben schwer zu machen. Wir müssen wieder dahin kommen, ein Spiel möglichst lange offen zu halten."

FSV-Bilanz der vergangenen Wochen ist besorgniserregend

Die FSV-Bilanz in den vergangenen Wochen ist in der Tat besorgniserregend. Fünf Punkte holte das Team in den sieben Partien nach dem Re-Start. In den vergangenen neun Spielen blieb der FSV nie ohne Gegentor. Auswärts hagelte es fünf Niederlagen, unter anderem beim Schlusslicht Jena und Vorletzten Großaspach.

Die Nerven liegen blank! Selbst der Trainer, der Anfang Februar vorzeitig bis 2022 verlängert hatte, sitzt offenbar nicht mehr sicher im Sattel. Als Wachsmuth bei "Magentasport" nach der Zukunft von Enochs gefragt wurde, wich er aus: "Fakt ist, dass wir uns alle steigern müssen." Ein klares Bekenntnis sieht anders aus.

Der Sportdirektor hofft, dass die Spieler nach seiner Brandrede "den gewissen Funken in sich finden, um ein Feuer zu entfachen". Sonst geht der Ofen bei den Westsachsen ganz schnell aus. 

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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