5:1! FSV schießt HFC ab und verlässt die Abstiegsplätze

Zwickau - Eine 180-Grad-Wendung hat dem FSV Zwickau den ersten Sieg nach der Corona-Pause beschert - und was für einen! Der Hallesche FC wurde im Geister-Derby mit 5:1 (1:0) (!) vom Platz gefegt.

Florian Hansch (l.) im Zweikampf mit Nils Miatke.
Florian Hansch (l.) im Zweikampf mit Nils Miatke.  © Picture Point/ Gabor Krieg

Es war ein rassiges Abstiegsduell, bei dem für beide Mannschaften galt: Verlieren verboten! FSV-Coach Joe Enochs wählte eine sehr angriffslustige Taktik. Seine Schützlinge liefen ihre Gegenspieler früh an und gaben ihnen wenig Möglichkeiten für einen geordneten Spielaufbau.

Wenn es für Zwickau brenzlig wurde, dann nach Standards. Bei einer Ecke von Toni Lindenhahn schlug Florian Drinkuth am langen Pfosten freistehend über den Ball (10.). Acht Minuten später landete ein Kopfball des Hallensers auf dem Tornetz.

Auf der Gegenseite brachte Elias Huth (25.) die Gastgeber mit der ersten Strafraumaktion in Front. 

René Lange zog einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld mit Links und ganz viel Schnitt an den Fünfmeterraum, wo sich der Angreifer im Kopfballduell durchsetzte.

Die Körpersprache machte den Unterschied. Exemplarisch: Nach einem intensiven Zweikampf an der Torlinie nahm sich Johannes Brinkies den Ex-Zwickauer Bentley Baxter Bahn zur Brust und gab ihm ein paar deutliche Worte mit auf den Weg. Man spürte, dass Zwickau on fire war, was auch Coach Enochs an der Seitenlinie vorlebte.

Zwickau wurde für aufopferungsvollen Einsatz belohnt

Tor für Zwickau: (v.l.) Julius Reinhardt, Ronny König, Torschütze Elias Huth (32, Zwickau) und Nils Miatke jubeln nach dem 1:0
Tor für Zwickau: (v.l.) Julius Reinhardt, Ronny König, Torschütze Elias Huth (32, Zwickau) und Nils Miatke jubeln nach dem 1:0  © Picture Point/ Gabor Krieg

Die Zweikämpfe wurden angenommen, beim Pressschlag voll durch- statt weggezogen. Mit dieser Mentalität kamen die Gäste nicht klar. Zwickau ging dahin, wo es wehtat und wurde für diesen aufopferungsvollen Einsatz belohnt. 

Ronny König (49.) wuchtete sich kurz nach Wiederanpfiff am kurzen Pfosten in eine Lange-Ecke und erhöhte auf 2:0. bei der Aktion bekam er noch einen von HFC-Keeper Kai Eisele aufs Nasenbein verpasst.

Es sollte die einzige blutige Nase sein, die sich die Westsachsen an diesem Tag abholten. Ganz im Gegensatz der HFC... Morris Schröter zog auf der rechten Bahn davon. Seine Eingabe erreichte Gerrit Wegkamp. Eisele parierte noch stark, doch Miatke (65.) setzte energisch nach - 3:0!

Eine Nachlässigkeit nutzte Niklas Kastenhofer (74.) und erzielte den Ehrentreffer für die Gäste. Davy Frick (78.) - in seinem 300. Pflichtspiel für den FSV - stellte nach Lange-Ecke den alten Abstand wieder her. Und auch Wegkamp (82.) durfte nochmal ran - 5:1!

Titelfoto: Picture Point/ Gabor Krieg

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