FSV Zwickau gibt Sieg gegen Türkgücü München her, aber stellt einen Rekord ein!

Zwickau - Der FSV Zwickau spielt bei Türkgücü München 2:2 (1:1) und stellt durch das neunte ungeschlagene Spiel hintereinander den eigenen Drittligarekord ein.

Türkgücü-Spieler Albion Vrenezi (l.) und Zwickau-Spieler Max Reinthaler im Zweikampf. Reinthaler lenkte den Ball kurz vor Schluss ins eigene Netz und verhinderte damit den FSV-Sieg.
Türkgücü-Spieler Albion Vrenezi (l.) und Zwickau-Spieler Max Reinthaler im Zweikampf. Reinthaler lenkte den Ball kurz vor Schluss ins eigene Netz und verhinderte damit den FSV-Sieg.  © Passion2Press/MarkusxFischerx

Die Begleitumstände am Montagabend waren nicht einfach. Immerhin hatten die Schwäne drei Ausfälle zu kompensieren. Matti Kamenz vertrat den erkrankten Stammtorhüter Johannes Brinkies, Can Coskun den gesperrten Marco Schikora (5. Gelbe) und Yannik Möker sprang für Mike Könnecke ein, der nach wie vor unter Quarantäne steht.

In häuslicher Isolation befindet sich ebenfalls Coach Joe Enochs, dessen PCR-Test erneut positiv ausfiel. Vertreten wurde der 50-jährige US-Amerikaner von seinem 'Co' Robin Lenk, der an der Seitenlinie derart "brannte", dass er dem Winterwetter in kurzen Hosen und nur mit Pullover bekleidet, trotzte.

Zur Erwärmung trug bei, wie Zwickau ins Spiel fand. Dominic Baumann leitete per Kopf auf Manfred Starke, der aus zwölf Metern abzog, allerdings zu unplatziert (12.).

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Deutlich besser lief da die Co-Produktion zwischen Patrick Göbel und Johan Gomez. Göbel zog zur Grundlinie, flankte an den ersten Pfosten, wo Türkgücü-Keeper René Vollath zu kurz abwehrte und Gomez aus neun Metern volley traf - 1:0 (31.).

Sehenwert ging es weiter. Zunächst auf der Gegenseite. Andy Irving mit Traumpass auf Sercan Sararer, der Brinkies-Vertreter Kamenz mit feinem Heber zum 1:1 überwand (41.).

Mannschaftsaufstellungen vom FSV Zwickau und Türkgücü München

Bitter! FSV-Spieler Max Reinthaler trifft ins eigene Netz

Wie würde Zwickau den Ausgleich so kurz vor der Pause wegstecken? Die Antwort darauf lieferte Gomez, mit dem Sahnestück des Abends.

Einen weiten Ball von Möker verpasste der Ex-Zwickauer Alexander Sorge, der mit langem Bein klären wollte. Gomez lauerte nur darauf und regierte gedankenschnell - 2:1 (53.). Zwickau erwies sich hinten stabil, sodass Kamenz nicht wirklich gefordert wurde.

Einziges Manko: Die Kontermöglichkeiten wurden nicht ausgespielt, sodass es nicht allein wegen des Schneegestöbers zu einer Zitterpartie wurde, in der alle in Schockstarre verfielen, als Max Reinthaler eine Flanke von Eric Hottmann am kurzen Pfosten ins eigene Netz lenkte (88.).

Titelfoto: Passion2Press/MarkusxFischerx

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