Bitter! FSV Zwickau kassiert bei Türkgücü in der Nachspielzeit den Ausgleich

München - Was für ein Finale im Stadion an der Grünwalder Straße! Der eingewechselte Manfred Starke köpfte am Sonntag in der 88. Minute zum 1:0 für den FSV Zwickau bei Türkgücü München ein. Für den sechsten Auswärtssieg reichte die späte Führung nicht.

Der Zwickauer Manfred Starke hat kurz vor Schluss noch ein Tor erzielt. (Archivbild)
Der Zwickauer Manfred Starke hat kurz vor Schluss noch ein Tor erzielt. (Archivbild)  © picture point/Sven Sonntag

Mit dem ersten Torschuss der zweiten Halbzeit gelang den Gastgebern in der Nachspielzeit der Ausgleich. Sercan Sararer, bis dahin komplett abgemeldet, stand völlig blank und sorgte für den 1:1-Endstand.

Die erste Halbzeit ging klar an die Westsachsen, die Türkgücü früh attackierten und nie ins Spiel kommen ließen.

Zwickau presste früh, gewann viele Zweikämpfe und sorgte immer wieder für Torgefahr.
"Das war sehr ordentlich. Wir waren druckvoll und mutig, hatten viele Ballgewinne. Jetzt geht es darum, sich zu belohnen", sagte Sportdirektor Toni Wachsmuth (34) in der Pause bei "Magentasport".

Denn sich für den hohen Aufwand und das laufintensive Spiel zu belohnen, versäumte die FSV-Elf in den ersten 45 Minuten!

Den Schuss von Can Coskun entschärfte Torhüter René Vollath (8.). Auch beim Linksschuss von Ronny König war der Keeper auf dem Posten (22.).

In der 31. Minute wäre Vollath nicht herangekommen. Morris Schröter legte sich sechs Meter vor dem Tor den Ball zurecht und zielte am langen Pfosten vorbei. Der musste rein!

Mannschaftsaufstellungen vom FSV Zwickau und Türkgücü München

Türkgücü-Kapitän Sercan Sararer kontert Manfred Starkes Führungstor für den FSV Zwickau

Morris Schröter hatte in der ersten Halbzeit die beste Chance auf ein Tor für Zwickau. (Archivbild)
Morris Schröter hatte in der ersten Halbzeit die beste Chance auf ein Tor für Zwickau. (Archivbild)  © picture point/Sven Sonntag

Sieben Minuten später sprangen auf der Gästebank bereits alle hoch. Erneut hatte Schröter freie Schussbahn und feuerte aus 14 Metern ab. Was zappelte, war das Außennetz.

Die Münchner tauchten ein einziges Mal vor dem Kasten von Johannes Brinkies auf. Innenverteidiger Filip Kusic spielte einen langen Ball aus der eigenen Hälfte auf Kilian Jakob. Dessen Kopfball war zu schwach, um den FSV-Schlussmann zu überraschen.

Am Geschehen auf den Rasen änderte sich auch nach dem Seitenwechsel wenig. Die Zwickauer kauften den Münchnern mit ihrer unbequemen, ekligen Spielweise den Schneid ab. Ihre Angriffe wirkten allerdings nicht mehr so strukturiert wie vor der Pause.

Torgefährliche Aktionen waren auf beiden Seiten kaum noch zu sehen. In der 73. Minute ging Schröter auf der rechten Außenbahn auf und davon. Seine Hereingabe köpfte König vorbei. Nach dem Eckball von Leon Jensen versuchte es Davy Frick mit einer Direktabnahme. Auch die verfehlte das Türkgücü-Tor.

In der Schlussphase investierte der FSV nochmals alles und schien sich durch das Starke-Tor spät zu belohnen. Dann kam die Nachspielzeit und der glückliche Ausgleich für den Aufsteiger.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

Mehr zum Thema FSV Zwickau:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0