FSV Zwickau schmiert ab: Vorne harmlos und hinten löchrig wie ein Schweizer Käse

Zwickau - Der Aufritt gegen den 1. FC Kaiserslautern (1:2) sorgte nicht für ratlose Mienen. Im Gegenteil: An der vierten Heimpleite am Stück gab es für den FSV Zwickau nichts zu deuteln.

m Luftkampf ist Ronny König (r.) praktisch unschlagbar. Zuletzt bekam er allerdings kaum verwertbare hohe Bälle.
m Luftkampf ist Ronny König (r.) praktisch unschlagbar. Zuletzt bekam er allerdings kaum verwertbare hohe Bälle.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Die Enttäuschung ist nicht so groß wie nach manch anderer Niederlage, weil wir nicht gut waren. In der ersten Halbzeit müssen wir mindestens 0:1 zurückliegen", meint ein zerknirschter FSV-Coach Joe Enochs.

Johannes Brinkies stemmte sich gegen den drohenden Rückstand. Letztlich streckte sich der Keeper vergeblich. An ihm lag es nicht, dass sich Zwickau zum siebten Mal im achten Spiel ein oder mehr Gegentore fing. Nur in Halle (2:0) wurde zu null gespielt. Kein anderer Drittligist schnitt bisher schlechter ab.

"So bitter die Niederlage ist, sie ist erklärbar", gibt Enochs zu. Hinten sieht man Abwehrchef Davy Frick häufig gestikulierend seine Nebenleute dirigieren, damit sie auf die Außen verschieben. Im Mittelfeld stimmen derweil oftmals die Abstände nicht, entstehen Lücken und wird der Gegner spät oder gar nicht gestört. Wird das Zentrum überspielt, fehlen im 3-5-2 die Außenverteidiger, um den Gegner zu stellen. Frick, Jozo Stanic und Marco Schikora müssen momentan zu viele Lücken stopfen.

Im Umschaltspiel wird der Ball dagegen zu lang gehalten, statt über die Flügel auf Flanken zu gehen, was zu einfachen Ballverlusten führt und die Spitzen komplett in der Luft hängen lässt. "Es wird oft gesagt, dass wir viel mit langen Bällen operieren. Für meinen Geschmack war das in der zweiten Halbzeit zu wenig der Fall", resümiert Enochs nach der Lautern-Pleite. "Wir haben zu viel quer gespielt. Es waren einfach zu wenige Aktionen, bei denen wir vorne Ronny König oder Maximilian Wolfram gefunden haben."

Das einzige Tor resultierte aus einem Standard - wenigstens ein Lichtblick, findet Enochs: "Das hatte uns in letzter Zeit gefehlt."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

Mehr zum Thema FSV Zwickau:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0