Sicherung der Liquidität hat für FSV-Finanzboss Leege aktuell Vorrang

Zwickau - An diesem Wochenende sollte der FSV Zwickau den FC Ingolstadt zum 34. Spieltag empfangen. Die Corona-Pandemie hat die Pläne durchkreuzt.

Zwickaus Vorstandssprecher Tobias Leege ist ein Gegner von Geisterspielen.
Zwickaus Vorstandssprecher Tobias Leege ist ein Gegner von Geisterspielen.  © Ralph Koehler

Die Westsachsen setzen sich vehement für einen Saisonabbruch ein, lehnen Geisterspiele kategorisch ab. 

Viele Ostvereine tun das ebenso, lancieren aber - wie der Chemnitzer FC oder der 1. FC Magdeburg - Aktionen, um ihre Kassen zu füllen.

Die Magdeburger Fans reisen fiktiv nach Rotterdam, um an den Europapokal-Sieg von 1974 zu erinnern. Über 4000 Karten sind schon über den Ladentisch gegangen. 

Der FC hat ähnlich viele Unterstützertickets abgesetzt.

In Zwickau gibt es bisher keine derartigen Aktionen, für Vorstandssprecher Tobias Leege helfen Geistertickets nicht weiter: "Natürlich eruieren wir Möglichkeiten, unsere Fans einzubinden. Vorrang hat aber erstmal die Bereitstellung von Liquidität in siebenstelliger Höhe. Dabei reden wir nur von diesem Jahr!"

Unabhängig davon, wie die laufende Spielzeit endet, wird versucht, die kommende Saison durchzufinanzieren. Leege: "Ich gehe davon aus, dass bis 31. Dezember keine Spiele unter Öffentlichkeit stattfinden. Wirtschaftlich ist das nur durch einen kleineren Kader und geringere Kosten sowie Liquidität über die Aufnahme von Darlehen zu leisten. Eigentlich Wahnsinn!" 

Titelfoto: Ralph Koehler

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